Afrika.
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nicht unbedeutende Konkurrenz. Während aber die Lieferungen der drei erst genannten Länder im Jahre 1899 abgenommen haben, erhöhte Italien stetig seinen Import dank seiner billigen Preise; es sendete vor allem Flanelle, aber auch Indians und andere Sorten. Deutschland erzielte mit „Castor“ einen recht günstigen Absatz. Von Wirkwaren kommen feinere und teurere Sachen aus Frankreich und England, mittelfeine und billigere aus Chemnitz und Stuttgart, ordinäre endlich zu äusserst billigen Preisen aus Italien.
2. Nordafrika.
Nordafrika zerfällt für unsere Betrachtung in zwei Abschnitte: die Atlasländer und die Sahara.
Das einzige der Atlasländer, in dem ernstliche Versuche mit dem Anbau der Baumwolle stattgefunden haben, ist die französische Kolonie Algerien. Die ersten Anfänge dazu fallen in das Jahr 1850. Die Sache breitete sich sodann so schnell aus, namentlich in der Provinz Oran, dass man auf der 1855 er Weltausstellung in Paris nicht weniger als 250 Proben algerischen Gewächses sehen konnte. Die Pflanzer, damals 150 an Zahl, erhielten von der Regierung weitgehende Unterstützung und lebhafte Ermunterung. Der Kaiser Napoleon III. stiftete Preise; die Provinzen versprachen Belohnungen für die besten Entsamungsmaschinen, und die Regierung kaufte die Ernten zu dem höchsten Preise. Von 1861 an bezahlte man als Prämie für jeden mit Baumwolle bestellten Hektar jährlich 100 Frcs. und für jedes Kilo Fasern 2,50 Frcs.; bei einem mittleren Ertrage von 160 Kilo auf dem Hektar machte das 400 Frcs., insgesamt mit der Anbauprämie 500 Frcs. für den Hektar. Trotzdem erreichte man niemals ansehnliche Beträge; denn die grösste Ernte (1866) lieferte nur 850000 Kilo Fasern. Als dann nach Beendigung des amerikanischen Krieges die Preise für Rohbaumwolle fielen und die Prämien allmählich herabgesetzt wurden, sank auch die Lust zum Anbau; 1871 erntete man noch 270000 Kilo, 1876 aber nur 14500 Kilo. Seitdem hat Algerien keine Baumwolle mehr geliefert, und die Sache ist endgiltig aufgegeben. Nach H. Lecompte scheint dieser Betrieb weder dem Charakter der Einwohner, noch dem Klima des Landes zu entsprechen; denn die Temperaturverhältnisse sind zu veränderlich und die Arbeitskräfte zu kostspielig. Daher wird man schwerlich erneute Versuche machen.
In Tunis hatte man zur selben Zeit wie in Algerien etwas Baumwolle zu bauen begonnen, und die englische Cotton Supply Association