566 Siebzehntes Kapitel. Die übrigen aussereuropäischen Länder.
lieh von Manchester geliefert; sie kamen dann später unter dem Schutze der Differentialzölle zum grössten Teile aus Barcelona, ebenso buntbedruckte Kattune und Battiste, sowie Gingham-Chellass zu Sarongs und zu Bettzeug. Hosenstoffe (Cassinetas und Drills) wurden auch aus Deutschland geliefert, Victoria Lawn, glatte und broschierte Musseline aus Schottland. Bocholter Molton fand einigen Absatz. Schwarze Zanellas lieferte Deutschland, ebenso einen Teil der Strumpfwaren.
Einige der eingeborenen Stämme üben das Spinnen und Weben aus;
die Igorroten z. B. bedienen sich dazu, wie Fig. 200 zeigt, primitiver Geräte.
Baumwolle wurde, nach Tornow, in früheren Jahren von Eingeborenen regelmässig angebaut, musste aber zur Zeit des Tabaksmonopols auf Zwangsordnung seitens der Regierung durch Tabak ersetzt werden, infolgedessen der Baumwollbau ganz aufhörte. Vor der spanischen Zeit muss auch die Verarbeitung ansehnlich gewesen sein, denn die Bewohner von Cagayan erzählten dem Spanier Salcedo im Jahre 1572, dass ihre Baumwollgewebe jährlich von chinesischen und japanischen Fahrzeugen geholt würden. Nach Anson nahm das Schiff, das seit 1602 jährlich zwischen den Philippinen und der Westküste des spanischen Amerika verkehrte, u. a. auch Baumwollstoffe mit.
6. Australien und die Südseeinseln.
Fig. 200. Spinnrocken lind
Spindel der igorroten Der Erdteil Australien, der sich aus dem
auf Luzon. Nach H. Meyer.
Kontinent und zahlreichen Inselgruppen zu- sammensetzt, spielt für die Baumwollsache eine ganz bescheidene Rolle. Der Anbau der Pflanze ist sehr geringfügig, Verarbeitung findet gar nicht statt; der Bedarf an Fabrikaten ist entsprechend der schwachen Bevölkerungszahl nicht sehr belangreich. Aber es gab einmal eine Zeit, wo man auf Australien grosse Hoffnungen setzte und im Ernst meinte, es könne mit Amerika in Wettbewerb treten. Die Versuche, Baumwolle auf dem Kontinent Australien zu bauen, reichen bis