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Siebzehntes Kapitel. Die übrigen aussereuropäischen Länder.
Ganzfabrikaten war damals anders als jetzt. In den achtziger Jahren überwogen nämlich durchaus die Garne um das zwei- bis dreifache die Gewebe, während diese bald darauf in den Vordergrund traten. Im Jahre 1900 wurden Garne für 7,4, Gewebe für 18,32 Mill. Yen grösstenteils aus Grossbritannien eingeführt.
Ein sehr bedeutendes Wachstum zeigt nun die Ausfuhr japanischer Erzeugnisse, namentlich im Vergleich zu den Verhältnissen der achtziger Jahre. Damals betrug sie in Mill. Yen nur 0,2. Anfang der Neunziger begann sie sich zu heben und erreichte 1899 den Höchstbetrag mit 30,2 Mill. Yen = 69,35 Mill. Mk., ging aber 1900 infolge der chinesischen Wirren auf 24,1 Mill. Yen zurück. Unter den Ausfuhrartikeln hat -stets das Garn in erster Reihe gestanden (1899 28,5 Mill. Yen). Von den Ganzfabrikaten seien genannt Gewebe, „tenuguiji“ und „gasuitoori“, Stückwaren, „chijinii“, Schirting, T-tuch, Flanell und Decken. Vgl. Seite 268.
4. Südostasien.
Unter der Bezeichnung Südostasien sind hier die Länder der hinterindischen Halbinsel (Indochina) und die sich daran anschliessenden Inselgruppen zusammengefasst, ein Gebiet, das in dem Anbau und der Verarbeitung der Baumwolle, von vereinzelten Ausnahmen abgesehen, wenig leistet und daher hauptsächlich für den Handel mit Fabrikaten in Betracht kommt.
Birma hatte im Jahre 1900/1901 ein Baumwollareal von 143000 Acres, aber in Unterbirma ist der Anbau gegen früher sehr zurückgegangen, obgleich die mehr im Innern gelegenen Gebiete nach Bodenbeschaffenheit und Klima dafür durchaus geeignet sind. In früherer Zeit wurde eine beträchtliche Menge aus den Bezirken Tharawaddy und Prome über Arakan nach Dacca ausgeführt, um dort zu den berühmten Musselinen verarbeitet zu werden. Der Anbau verteilt sich nach offizieller Auskunft auf die Bezirke Prome, Sandowe, Akyab, Toungoo, Shwegyin und Amtierst. Ausserdem findet man etwas in den Hügelgebieten von Thayetmyo und Northern Arakan fast stets als Mischkultur.
Für Oberbirma fehlt es zwar an genauen Angaben über den Umfang des Baumwollbaues, aber es unterliegt keinem Zweifel, dass er mancherorts in ausgedehntem Masse stattfindet. Nach den Berichten des Deputy Commissioner in Meiktila ist Baumwolle ein Haupterzeugnis in der Mahlaing subdivision, während sie in den anderen Teilen des Distriktes