SECHSZEHNTES KAPITEL.
Vorder- und Mittelasien.
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f nter der Bezeichnung Vorderasien sind alle diejenigen asiatischen Länder zu verstehen, die, sich von Indien aus in westlicher Richtung bis an das Mittelmeer erstreckend, im Süden von dem indischen Ozean und seinen Verzweigungen, im Norden vom schwarzen und kaspischen Meere, vom Kaukasus und Turkestan begrenzt werden. Es handelt sich also hauptsächlich um Persien, Syrien und Kleinasien, in denen seit alten Zeiten Anbau, Verarbeitung und Handel von Baumwolle und Fabrikaten daraus betrieben wird. Aber auch aut die anderen vorderasiatischen Gebiete werden kurze Streiflichter fallen, so weit es die spärlich fliessenden Quellen gestatten.
1. Persien.
In Persien gedeiht, nach Stolze und Andreas, die Baumwollstaude „pämbäh“ (G. herbaceum) in allen Lagen, von den Küsten des persischen Golfes und des kaspischen Meeres bis zu Gegenden von 2000 m Höhe und darüber (vgl. die Karte Fig. 189). Die Provinzen, deren Anbau hauptsächlich für die Ausfuhr in Betracht kommt, sind Azerbeidschan, namentlich die Gegend von Urumiah, Khamsäh, Kazvm, Masenderan, Sämnan, Damghan, Chorassan (Sebsewar, Turbet i Heideriah, Kain u. a.),