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Die Baumwolle nach Geschichte, Anbau, Verarbeitung und Handel, sowie nach ihrer Stellung im Volksleben und in der Staatswirtschaft / im Auftr. und mit Unterstützung der Bremer Baumwollbörse bearb. und hrsg. von A. Oppel
Entstehung
Seite
447
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VIERZEHNTES KAPITEL.

Handel und Verarbeitung.

1. Der Handel mit Rohbaumwolle.

jyjyfenn die Ballen ihre erste Pressung und Verpackung, vgl. Seite 429, J Y erhalten haben, verlassen sie den Ort ihrer Erzeugung und gehen einem verschiedenartigen Schicksal entgegen. Entweder gelangen sie un­mittelbar in die Spinnereien der Südstaaten, oder sie gehen in die Fabriken des Nordens, oder aber sie werden, nachdem sie vielfach zum zweiten Male gepresst worden sind, vgl. Seite 431, in fremde Länder ausgeführt. Mit den letzteren beiden Kategorien hat sich der Handel mit Rohbaumwolle zu befassen.

In früheren Zeiten arbeiteten die Pflanzer des Südens vorzugsweise für die Ausfuhr in fremde Länder oder für den Bedarf der nordstaatlichen Industrie, in den Südstaaten selbst aber wurde verhältnismässig sehr wenig Baumwolle verbraucht. In den letzten drei Jahrzehnten aber hat sich darin ein gewaltiger Umschwung vollzogen. Während z. B. im Jahre 1869/1870 der Süden nur 80000 Ballen verarbeitete, waren es 1879/1880 221000, 1889/1890 545000 und 1899/1900 1 597000 Ballen oder der sechste Teil der ganzen Ernte. So hat zwar der Umfang des Geschäftes mit Roh­baumwolle nach und nach eine grössere Ausdehnung erfahren, im Ver­hältnis zur Produktion dagegen ist er in deutlicher Weise zurückgegangen.