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Die Baumwolle nach Geschichte, Anbau, Verarbeitung und Handel, sowie nach ihrer Stellung im Volksleben und in der Staatswirtschaft / im Auftr. und mit Unterstützung der Bremer Baumwollbörse bearb. und hrsg. von A. Oppel
Entstehung
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Die Naturverhältnisse des Baumwollgebietes.

(762 mm) als westlicher Ausläufer des subtropischen atlantischen Barometer­maximums. Im Verhältnis zum Winter findet nun eine Änderung der Winde statt. Am entschiedensten ist die Winddrehung in Texas, wo die Nord- und Nordwestwinde des Winters nun Süd- und Südostwinden Platz gemacht haben, so dass hier ein ausgeprägter Monsunwechsel statt­findet. Eine Eigentümlichkeit des amerikanischen Sommerhalbjahrs, die mit der hohen Erwärmung der unteren Schichten und der konstanten und heftigen oberen Strömung aus Südwesteu Zusammenhängen dürfte, sind die sog. Tornados, Wirbelstürme von kleinerem Umfange, mehr Windhosen gleichend, aber von einer Kraftentwicklung, welche anderswo kaum ein Seitenstück findet; die Tornados der Tropen sind gegen die amerikanischen ganz harmloser Natur. Die Zerstörungen, die letztere auf ihrem Wege anrichten, sind furchtbar und in ihrer Heftigkeit nur mit Explosions­wirkungen vergleichbar. Sie ziehen zumeist von Siidwest nach Nordost mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 100 km in der Stunde und sind in der Regel von elektrischen Erscheinungen begleitet. Sie zeigen sich gesellig. Am häufigsten treten sie im Mai auf, dann kommt der April, darauf der Juni und Juli; im Winter sind sie selten. Die Baumwoll- gegenden sind zwar nicht der Entstehungsherd dieser Winde, aber sie werden doch gelegentlich auch von ihnen heimgesucht. Ausser diesen Tornados treten mitunter Kälte- und Hitzeperioden Blizzards und heisse Winde auf, die sich aber auf den Cottonbelt nur ausnahmsweise erstrecken und daher hier nicht näher besprochen werden.

3. Erkrankungen und tierische Schädlinge der Baumwollpflanze.

Der Baumwollpflanzer hat nicht nur die Bodenverhältnisse und die klimatischen Ereignisse zu beachten, sondern auch mit einer grossen Anzahl Erkrankungen des Gewächses sowie mit zahlreichen pflanzlichen und tierischen Schädlingen zu rechnen, deren Bekämpfung viel Zeit und Mühe erfordert und einen hohen Kostenaufwand, verursacht, ohne aber in allen Fällen zu dem gewünschten Ergebnisse zu führen.

a. Erkrankungen und pflanzliche Parasiten.

Die Erkrankungen und Beschädigungen, welche der Staude durch pflanzliche Parasiten (Pilze) erwachsen, lassen sich übersichtlicher Weise zu drei Gruppen anordnen. Die erste derselben umfasst diejenigen

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