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Die Baumwolle nach Geschichte, Anbau, Verarbeitung und Handel, sowie nach ihrer Stellung im Volksleben und in der Staatswirtschaft / im Auftr. und mit Unterstützung der Bremer Baumwollbörse bearb. und hrsg. von A. Oppel
Entstehung
Seite
331
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ZWÖLFTES KAPITEL.

Die Naturverhältnisse des Baumwollgebietes.

f as Gedeihen der Kulturpflanzen wird im allgemeinen und in wesent­lichster Weise von einer Anzahl Naturbedingungen beeinflusst, die als Oberflächenform (Relief), Bewässerung, Bodenbildung (Bodenart), Klima und Auftreten tierischer und pflanzlicher Schädlinge bezeichnet werden können und von dem Menschen richtig erkannt und behandelt werden müssen, wenn er sich des Erfolges seiner Arbeit erfreuen will.

1. Oberflächenform, Bewässerung und Bodenarten.

Von der Gestaltung des Reliefs ist der Landbau in erster Linie abhängig, weil gewisse Formen ihn begünstigen, andere erschweren und wieder andere ganz ausschliessen. Günstig sind ebene oder schwach hügelige Flächen niedriger Lage, schwierig erweisen sich lebhafter bewegte und höher gelegene Gebiete, unzugänglich für den landwirtschaftlichen Betrieb ist steiles Gelände, von den Gebirgen nicht zu reden. Die Bewässerung kommt nicht nur insofern in Betracht, als die fliessenden Gewässer als natürliche Verkehrswege dienen, sondern auch den leicht erkennbaren Ausdruck des vorhandenen Wasservorrates bilden und dadurch ihre Um­gebung in der verschiedensten Weise beeinflussen. Die Bodenbildung,