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Die Baumwolle nach Geschichte, Anbau, Verarbeitung und Handel, sowie nach ihrer Stellung im Volksleben und in der Staatswirtschaft / im Auftr. und mit Unterstützung der Bremer Baumwollbörse bearb. und hrsg. von A. Oppel
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VIERTES KAPITEL.

Die Baumwollfaser, ihre Entwickelung und Beschaffenheit.

}>ie Faser ist es, um derentwillen die Baumwollstaude seit unvor­denklicher Zeit bis auf die Gegenwart in stets ausgedehnterem Masse angebaut wird, wenngleich sich der Nutzen des Gewächses darauf nicht beschränkt. Sehr alt ist auch die Verwendung der Nebenprodukte, eine Bezeichnung, unter der alles das zu verstehen ist, was ausser der Faser zu irgend einem Zwecke benutzt wird. So sehr aber auch gewisse Neben­erzeugnisse (vgl. das folgende Kapitel) in neuerer Zeit in den Vorder­grund getreten sind, namentlich in den Vereinigten Staaten, wo geradezu in den Zeiten der billigen Preise die Rentabilität von der Verwertung und Ausnutzung jener abhängig geworden ist, so hat doch dadurch die Faser ihre vorherrschende Stellung nicht eingebüsst.

1. Die Kapsel und ihr Inhalt.

Der Teil der Pflanze, in der sich die Faser entwickelt, ist die aus der Blüte hervorgegangene Kapsel, die durch einen Stiel mit der Staude in Verbindung steht. Über diesem sitzen vier oder fünf zusammenhängende Blätter, die Deckblätter, die den Kelch bilden, und so den unteren und mittleren Teil der Kapsel umschliessen (Fig. 39). Letztere besteht in