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Drittes Kapitel.
wieder Louisiana mit 234 Pfd., die letzte Stelle diesmal Florida mit 133 Pfd., auf dieses folgte aber sofort Alabama mit 151 Pfd.
ln Indien rechnet man als Mittelertrag an Lintbaumwolle 75 Pfd. auf den Acre, in Ägypten dagegen 340 Pfd. In Brasilien liefern 3 l / s Pfd. Saatwolle der baumartigen Pflanze 1 Pfd. Lint, von der strauchartigen braucht man zu diesem Ergebnis nur 3 Pfd. Saatwolle.
ln Turkestan hat man durch Wägungen festgestellt, dass von einer im Jahre 1885 kultivierten Sorte Namens „Neworleans“ 145 Kapseln ein Kilo Saatbaumwolle, 500 Kapseln aber ein Kilo Fasern lieferten. 220 Kapseln ergaben ein Kilo Samenkörner; dieses bestand aus 7040 Körnern. Bei einer andern, im Jahre 1888 kultivierten Sorte, der „Duncan Mammouth prolific“ ergaben 152 Kapseln ein Kilo Saatbaumwolle, 510 Kapseln ein Kilo Fasern und 225 Kapseln ein Kilo Körner. Im Jahre 1890 gewann man auf 91701 Desjätinen 1294806 Pud Faser, also auf der Desjätine 14,1 Pud, in den nächsten drei Jahren 15,6, 15,7 und 16,2 Pud, im Mittel also 15,4 Pud = 252,56 Kilo = 513 Pfund. Auf amerikanische Acres umgerechnet giebt das 188 Pfd. Fasern auf den Acre, also ein Ertrag, der dem amerikanischen Mittel etwa entspricht.
In Japan wird nach J. J. Rein die Ernte als eine ergiebige betrachtet, wenn auf 300 Tsubo = 9,92 Are 250 Kin oder 150,26 Kilo Baumwolle gewonnen werden; das giebt auf dem Acre 604 Kilo, was im Vergleich zu den Erträgen anderer Länder viel zu hoch erscheint. Nach der Statistik für 1895,1897 stellte sich das Verhältnis zwischen Saat- und Lintwolle fast genau wie 100 sodass also ein Quantum Saatwolle
ein Drittel Fasern liefert. Der Mittelertrag auf dem Cho Land betrug 52,5 Kan; die Extreme waren 40,5 und 62,6 Kan. Auf den amerikanischen Acre giebt das im Mittel etwa 160 Pfd.
10. Die Produktionskosten.
Die Frage nach den Produktionskosten des Baumwollbaues ist sehr wichtig, aber zugleich sehr schwer zu beantworten, denn es kommen dabei zahlreiche Gesichtspunkte wie Bodenwert, Bodengüte, Arbeiterverhältnisse, klimatische Einflüsse, Erkrankungen der Pflanze, tierische und pflanzliche Schädlinge u. a. m. in Betracht, die sich je nach den einzelnen Ländern in sehr verschiedener Weise gestalten. Auch davon hängt viel ab, ob die sogenannten Nebenprodukte Verwendung finden oder überhaupt verwertet werden können. Unter diesen Umständen ist es nicht möglich, einen allgemein gütigen Kostenanschlag aufzustellen, sondern