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Die Baumwolle nach Geschichte, Anbau, Verarbeitung und Handel, sowie nach ihrer Stellung im Volksleben und in der Staatswirtschaft / im Auftr. und mit Unterstützung der Bremer Baumwollbörse bearb. und hrsg. von A. Oppel
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Anbau und Ernte der Baumwolle.

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mit Kapseln beladen, den Boden nicht berühren. Die Kapseln sollen eine gute Grösse haben und rund sein; in reifem Zustande sollen sie sich nicht nach oben strecken, sondern nach unten neigen, damit nicht Regen und schwerer Tau eindringen und den Inhalt zur Fäulnis bringen können; sie sollen sich weit genug öffnen, um die Einerntung zu er­leichtern, aber auch nicht zu weit, um den Inhalt ausfallen zu lassen. Die Kapseln sollen aus drei bis vier geschlossenen Abteilungen be­stehen; die Deckblätter am Grunde der Kapseln sollen klein sein, so dass sie sich mit den Fasern bei der Ernte nicht verwirren.

2. Die Ernte.

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Fig. 21. Stande in voller Reife. Nach Mortimer.

Verschieden wie der Beginn der Aussaat und das Aufbrechen der Blüten gestaltet sich auch in den beteiligten Ländern der Be­ginn der Reife und der Ernte. Letztere muss so­fort nach dem Aufbrechen einer grösseren Anzahl rei­fer Kapseln (Fig. 22 u. 23) in Angriff genommen wer­den, da sonst die Faser­ballen aus den geöffneten

Behältern herausfallen und, entweder zu Boden sinkend, verunreinigt oder vom Winde weggeweht werden. Entsprechend dem allmählich vor­schreitenden Reifevorgange erstreckt sich auch die Ernte auf mehrere Monate, wenn sie nicht durch das Eintreten von Frühfrösten ein jähes Ende erleidet, denn auch die reifenden Kapseln können durchaus keine Kälte vertragen, sondern werden dadurch sofort schwarz und bleiben in dem Zustande der Unreife. Ungünstig für die Ernte ist auch regnerisches Wetter, weil dadurch die Faserflocken aus den Kapseln herausgespült und auch sonst beschädigt werden. Ordnen wir einmal den Beginn der Erntezeit nach dem Kalenderjahre, so machen die Landstrecken Indiens