Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1902) Verfassung, Stammbäume und Überlieferungen
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uta. Ona ö mai lea, 'ua talamvi 1 mai i le mata- faga, Ona ö atu lea 'o le nu'u, 'ua la'u mai i uta; 'o 'au mai 'a e taufaitagi. 'A va'ai mai mmma, 'o 'u'u atu se la'au a se tagata, 'o le a ai se i'a; e 'emo'emo vale mata e tale fo'i pei 'o le tagata, 'A fa'apea 'ua fai 'o le a tau- mafa, 'o i ai pea i totonu oso o le va'a, 'o le nomi ma le fa'i.

A fa'apea e maua mai i'a, ona tu'u lea i lotoama'a e ta'itolu masina 'o auau'ai. 'l T a o'o mai i nei aso o le tausaga lava ma le a'e mai 'o i'a i uta, E pei ona 'o Sina ma le ilitea muamua, e fa'apea lava i ona nei.

und sprangen halb auf den Strand. I)a kamen die Leute des Ortes und brachten sie aufs Land. Und als sie getragen wurden, da weinten sie. Denn die Delphine sahen, wie die Leute nach Stöcken griffen, um die Fische totzuschlagen: umsonst zuckten sie mit den Augen und husteten wie Menschen. Und als sie ge­öffnet wurden zum Essen, da war überall drinnen der Schiffsproviant, nonu und Bananen.

Wenn man jetzt diese Fische bekommt, so setzt, man sie in einen Steinteich im Meere für 3 Monate, um sie allmählich aufzuessen. Auch heute noch kommen einmal im Jahre diese Fische ans Land. Und wie einst Sina mit dem weissen Fächer am Ufer stand, so ist es auch heute noch 2 .

14. Die Geschichte vom fua'o 3 (O le tala i le fua'o).

'A fa'apea, 'o le a fai le fono po'o a taeao. Ona fai atu lea 'o Gaoteote 4 i lona nu'u: E sauni se to'afä, e 'a'ea le mauga. Ona sauni lea i ai 'o le to'afä. Ona o'o lea i le aliafi, ona fa'a'e'e lea 'o soatau, 'ua momoli a'i tagata e to'afä i tai i le Lola 5 , e tu'u ai, 'a e toe ö a'e le to'atele i uta ma va'a.

'() le uiga o le mea 'ua tuu ai, se'ia o'o i le atiatipö, ona mafai ai lea ona 'a'ea 'o le mauga, auä 'a 'a'e i le ao e matuä faigatä tele lava 'o le papa 'i'ila 6 . 'A va'ai ifo i lalö 'ua lili'a tele. 'O le mea lea 'ua tu'u ai, se'i a'e i le afiafipö, auä e le iloa ifo ai e le tagata le mea na alu atu ai.

'A o'o ia tagata i Inga, ona fai lea 'o si malolö laitiiti. Ona fa'asaga lea 'ua fasi manu. Na 'o le ua e tago i ai e 'u'u, auä ne'i 'e'e, ona sosola lea 'o mann. 'A maua ni manu, ona 'avane lea 'na fusifusi fa'atasi ma fa'atali se'i ao. Ona usu ifo lea 'o va'a i uta, 'ua lafo ifo i ai. Ona ö a'e lea i uta. 'Afäi a latou manu e vaetolu: 'O Gaote­ote, ma le vaega o le nu'u, ma Tagoile- lagi.

Wenn man den fua'o wünscht, so hält man morgens ein fono. Dann spricht Gaoteote zu dem ()rte: Viere sollen sich klar halten, um den Berg zu besteigen. Darauf machen sich viere fertig. Wenn dann der Nach­mittag herankommt, dann bemannt man ein Boot, um darin die vier Leute nach dem Bola 3 im Meere zu bringen und sie dort zu lassen, während die übrigen mit dem Boot aufs Land zurückkehren.

Die Bedeutung des Dortlassens ist, dass sie den späten Abend erwarten, da man nur dann den Berg be­steigen kann, weil das Besteigen morgens ungeheure. Schwierigkeiten macht, wenn der Fels glatt ist. Wenn man von oben hinabschaut., so erschrickt man sehr. Deshalb lässt man sie dort, damit, sie in der Dämmerung hinaufsteigen, weil sie dann nicht, mehr von dem Platze, wo sie hingehen in die Tiefe blicken können.

Wenn die Leute oben ankommen, halten sie eine kurze Bast. Dann richten sie ihr Augenmerk auf das Totschlägen der Vögel. Sie fassen dieselben nur am Halse und halten sie fest, damit sie nicht schreien und die, übrigen Vögel entfliehen. Wenn sie einige Vögel bekommen haben, dann nehmen sie dieselben, binden sie zusammen und erwarten den Morgen. Sie rufen dann nach dem Boote hinab, das sich unten verborgen hatte. Darauf fahren sie an Land. Sie machen dann von den Vögeln drei Teile 7 : einen für Gaoteote, einen für die Dorfabteilung und einen für Tagoilelagi.

1 talana'i ein Boot halb aufs Land ziehen.

2 Ein taupon im Festesschmuck geht heute noch im Februar, wenn die Delphine kommen, aufs Kiff, um sic zu bannen. Kommen sie nicht im Februar, so sollen sie im November kommen, und zwar in grosser Zahl, oft an 500. Eine Andeutung dieser Geschichte iindet sich meiner Erinnerung nach bei Monfat.

3 fua5 ist ein Seevogel, der Seetölpel, auch Bootsmann geheissen, mit langem, geradem Schnabel (Sula sp.).

4 Gaoteote, ein Titel inVatia, wo auch der Felsen derBerg ist, auf dem der fuaö nistet. Ein ähnlicher Fels Iindet sich in Aleipata auf Xuutele.

5 Bola heisst der Fels bei Vatia, welcher sehr schroff ist und eine Insel bildet.

6 'i'ila glänzen, scheinen (lratt); der nackte Basalt glänzt, wenn er nass ist, und ist dann sehr glatt. Auch wegen des Schwindeins wählt man besser den Abend und auch wohl, weil einen die Vögel im Dunkeln nicht so gut sehen.

7 Die Vögel sollen sehr gut zu essen sein.