Print 
Die Kolonialbahnen mit besonderer Berücksichtigung Afrikas / von F. Baltzer
Place and Date of Creation
Page
272
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

272

Die nicht deutschen Kolonialbahnen in Afrika.

Half Cavally, nahe der Südostgrenze der Republik, nach Demilu, rund 6 km.

Für die beiden ersten Linien ist eine Spurweite von 75 cm, für die letztere eine solche von 60 cm in Aussicht genommen. Die stärk­sten Steigungen der Bahn sollen 40 a. T. (1:25) nicht überschreiten, die kleinsten Bogenhalbmesser 60 m betragen. Als Oberbau sind Schienen von 14 kg/m Gewicht auf Stahlschwellen von 13 bis 15 kg Gewicht vorgesehen.

Die Baukosten der ersten Linie sind zu 40000, der zweiten zu 39000, der dritten zu 30000 J6/km veranschlagt, und die Anlagekapita­lien würden danach 3600000, 850000 und 179000, insgesamt 4629000 M betragen. Als Bauzeit sind zwei Jahre in Aussicht genommen.

Neuerdings bewerben sich die Kaufleute Wiechers & Helm als Ver­treter der Woermann-Linie um die Konzession (auf 99 Jahre) zu einer Bahn auf dem rechten oder linken Ufer des St-Paul-Flusses innerhalb der Landschaft Montserrado und des Gebiets von Grand Kape Mount bis zur französischen und englischen Grenze.

Anhang:

Kolonialbahnen außerhalb Afrikas.

Nachstehend werden noch einige Kolonialbahnen vorgeführt, die zwar nicht in Afrika liegen, aber wie z. B. die holländischen Kolonialbahncn auf der Insel Java, wegen ihrer Eigenart als ungewöhnlich gut ren­tierende Kolonialbahnen, oder wie die Schantung-Eisenbahn als deutsche Bahn im Auslände unser besonderes Interesse verdienen.

Es sollen zur Erörterung gelangen:

die französischen Kolonialbahnen in Französisch-Indien, in Indo-China (Saigon, Tonkin, Anam und Cochinchina), in Neu- Kaledonien,

die holländischen Kolonialbahnen in Niederländisch-Indien, d. h. auf Java und Sumatra,

und die deutsche Schantungbahn.

Französisch-Indien.

Die Bahnen PondicheryVillapuram und Karikal- -Peralam.

Die beiden französischen Häfen Pondichery und Karikal an der Ostküste von Vorderindien sind durch kurze Stichbahnen an das indische Hauptbahnnetz und die Stammlinie von Madras nach Kal­kutta angeschlossen.

1. Die Bahn von Pondichery nach Villapuram, 38 km, wurde 1879 in der 1 m-Spur erbaut, die ersten 12 1 / 2 km, vom Hafendamm aus­gehend, liegen auf französischem Gebiet. Durch Konzession vom