Druckschrift 
Die Kolonialbahnen mit besonderer Berücksichtigung Afrikas / von F. Baltzer
Entstehung
Seite
35
Einzelbild herunterladen
 

U sam barabahn.

3 f>

Stand nach Vollendung der bewilligten Bahnen:

Gebiete

|km

Einwohner

Einwohner auf 1 qkm

Im

Ganzen

km Bahnen

auf

100 qkm 10

auf

000 Einw.

< Ktnfrika

001 000

10 000 000

10

2 I 7 I

0,217 I

2,16

| ogo

87 200

1 000 000

I1.I5

327

0.375 !

3 - 2 /

Kamerun

790 000

2 400 000

3 ,o 4

443

0.056 ]

i .»5

Süd west

K35 100

120 000

o,l 4

23/2

0,284 |

197,6

zusammen:

2 7 o 7 300

13 520 OO0

5

5 3*3

0.196 |

3.92

1916

Iciitschland

54o 596 66 1 40 000

122

(>2 734

11.6 1

9.5

Ende 1912

Kaveri)

<5 860

6 992 000

92

8 329

11,0 1

11,9

Europa

9 760 100

4388/5000

45

342 624

3.5

7,8

Afrika

29 207 ioo

42 7 o 7

o,i 46 ,

..

A. Hauptbahnen.

1. Ostafrika.

i. Die U s a in b a r a - E i s c n b a h n.

Die Usambara-Eisenbahn war die erste deutsche Kolonialbahn. Im Jahre 1S91 als ein Privatunternehmen der Eisen­bahn-Gesellschaft für Deutsch-Ostafrika, einer Tochtergesellschaft der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft, gegründet, verfolgte sie ursprünglich das Ziel, den Indischen Ozean mit dem Viktoriasee durch eine Bahn nach dem Speke-Golf zu verbinden. Das Gesell­schaftskapital für die Strecke TangaKorogwe (84 km) betrug aber nur 2000000 JL Im Juni 1893 wurde der Bahnbau mit der Meterspur begonnen und am 1. April 1896 die Strecke TangaMuhesa (40 km) dem Betriebe übergeben. Über dem Unternehmen waltete von Anfang an ein Unstern: die Muttergesellschaft mußte bald mit Vorschüssen nachhelfen, gleichwohl reichte die Geldkraft nicht zur Vollendung des Bahnbaus. Die Regierung sprang zunächst mit monatlichen Beihilfen ein und mußte schließlich im April 1899 die ganze Bahn für 1 300 000 übernehmen.

Der Gedanke der Weiterführung der Bahn bis zum Viktoriascc trat nunmehr in den Hintergrund. Man vergab zunächst den Bau bis Korogwe in verschiedenen Losen an einzelne Unternehmer und vollendete die Vorarbeiten für die Bahn bis Mombo. Es traten inzwischen Schwierigkeiten ein, und die Bauarbeiten kamen längere Zeit gänzlich zum Stillstand. Schließlich führte die Baugesellschaft Lenz & Co. in Berlin den Bau von Korogwe bis Mombo in Gesamt-