ausführliche Erklärung der Abbildungen und möchte ausserdem nur zwei grosse und besonders hervorragende Stücke der Ausstellung noch besonders erwähnen, ein Boot aus Uganda und ein Boot mit zweifachem Ausleger von der Mrima. Das erstere, mit der Bugzier über 13 m lang, konnte natürlich nur zerlegt nach der Küste gebracht und hierher verschifft werden; leider ist es niemals*) ganz wieder zusammengesetzt worden, und die Taf. XXVII Fig. I bis I h gegebenen Zeichnungen werden, wie ich fürchte, das einzige bleiben, was
Details abgebildet. Bisher war uns auch dieser Typus nur aus ungenauen Nachrichten und schlechten Modellen bekannt geworden; es ist das einzige Boot mit zwei Auslegern, das an den afrikanischen Küsten bekannt ist; natürlich ist es da überhaupt nicht heimisch, und da wir ähnliche Boote in der Nähe nur noch von Madagaskar kennen, werden wir wohl nicht fehl gehen, wenn wir seine Heimat ursprünglich in Indonesien suchen und als Zwischenstationen Madagaskar und Angasija betrachten.
Neu-Britannier mit Gesichtsmaske.
von diesem Boote dauernd erhalten bleibt. Sie sind mit grosser Treue und Genauigkeit hergestellt und bilden im Zusammenhang mit der bei der Erklärung der Tafeln folgenden Beschreibung die ersten ausführlichen und authentischen Grundlagen für unsere Kenntnis der berühmten Waganda-Boote.
Kaum minder wichtig ist aber auch das zweite der aus Ostafrika eingesandten Boote, das galawa der Sswahili- fischer; es ist Taf. XXVII, Fig. 2 bis 2 g mit allen
*) Das S. iSi abgehildete Boot ist eine europäische Nachbildung gewesen.
E.
Die deutschen Besitzungen in der Südsee.
Was ich zunächst über die zur Ausstellung gesandten Eingeborenen aus der Südsee hier zu sagen habe, ist sehr wenig; das anthropologische Material ist bereits im ersten Abschnitte S. 239 ff. mitgeteilt, und ethnographisch vermag ich meinerseits den bereits veröffentlichten Schilderungen und Berichten nichts hinzuzufügen. Bei der fast vollständigen Unmöglichkeit direkter sprachlicher Verständigung war es von vorn-
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