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Für das Vieh ist ^ipim ein vorzügliches Futter und sein Anbau seiner Ergiebigkeit und Nahrhaftigkeit wegen sehr zu empfehlen.
^ipim kann ebenso wie iVlanckiooa zweijährig stehen bleiben, aber nur auf sandigem Boden, während er auf fettem oder feuchtem Boden leicht fault und nicht länger, als ein Jahr stehen darf. Am besten gedeihen beide Knollengewächse auf Bergland, und dieses wird darum auch vorzugsweise zu ihrer Anpflanzung bestimmt.
Arrowroot spr. Arrarut (niuinnlu »i'undinue«»).
Arrowroot oder Pfeilwurzel ist eine Pflanze mit etwa 2 Fuß hohem, fleischigem Stengel und lanzettförmigen Blättern. Der Wurzelstock trägt in der Erde eine ganze Anzahl nach unten sich verdickender, keulenartiger Knollen. Diese liefern das bekannte Arrowrootmehl, welches als Nahrungsmittel für Kinder und Kranke mit schlechter oder geschwächter Verdauung viel Verwendung findet. Man gewinnt es in der Weise, daß die gewaschenen Knollen gerieben werden, und dann die Masse in Wasser durchgesiebt wird, wobei sich das seine Mehl nach unten setzt. Dies Mehl muß nochmals gewaschen werden, bis das Wasser klar abläuft. Dann läßt man es stehen und trocknet es.
Für Hühner und Schweine geben die Knollen, die man — beiläufig bemerkt — lange aufbewahren kann. ein vorzügliches Mastfutter.
Arrowroot verlangt nicht zu üppigen Lehmboden und wird gepflanzt vorn August an bis in den November, indem man 3 — 4 Pflanzen, zu denen man die abgebrochenen Spitzen der Knollen nimmt, in die etwa 1 Fuß weit von einander gehackten Löcher legt. Die Erntezeit dauert von August bis Mitte Oktober.
Arrowroot ist eine sehr ergiebige Pflanze. Sie liefert durchschnittlich Js Kilo Knollen als Ernte.
Das Zuckerrohr.
Das Zuckerrohr, von den Brasilianern Orrirrra genannt, ist unter allen hier kultivirten Pflanzen diejenige, welche bei sicherer Ernte den reichsten Ertrag liefert. Die Kolonisten, welche Zuckerrohr bauen, sind denn auch durchgehend wohlhabend. Allerdings schwanken die Preise für Zucker und Zuckerrohrschnaps oder Ouelm^a, die beiden Producte des Zuckerrohrs, außerordentlich, nicht blos in den verschiedenen Jahren, sondern auch in den einzelnen Monaten desselben Jahres. So variirt der Zuckerpreis zwischen 3Vs und 7 Milreis die Arrobe — 15 Kilo und der Preis von Laelraya zwischen 80 und 250 Milreis die Pipe — 480 Liter.
Da aber die Verarbeitung des Zuckerrohrs zu Zucker und Eaolm^a. kostspielige Einrichtungen erfordert, kann der mittellose Anfänger kein Zuckerrohr pflanzen, er müßte denn Gelegenheit haben, das geerntete Rohr in der Nähe an einen Kolonisten, der eine Zuckerbrennerei hat, zu verkaufen.
Der Ernteertrag des Rohres schwankt ungemein, je nach der Pflanzweite, der Art des Rohrs und der Bodenbeschaffenheit. Als gute Ernte betrachtet man bei 1000 Pflanzen 30 Arroben, bei mittlerem Boden 20 Arroben Zucker, doch hat man auch schon bis 50 Arroben und selbst darüber gcerntet. Die Pipe Oaolmtzu erfordert soviel Zuckerrohr, wie etwa 4 Faß Zucker.