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Auch der NanZorito bildet im Boden eine Wurzelknolle, an welche sich kleinere Knollen ansetzen. Diese sind sehr zahlreich, aber die größten nur von der Größe eines Taubeneies. Sie sind gelblich und von sehr feinem Geschmack und werden allgemein als die wohlschmeckendste Knollenfrucht geschätzt. Ihr Abputzen zum Kochen macht aber den Kolonisten meist zu viel Arbeit: man stampft sie darum in kaltem Wasser, wobei sich die Schalen lösen, und putzt dann die größeren Knollen nach.
Die Pflanzweite bei ihrer Kultur beträgt 1—Fuß, die sonstige Behandlung ist, wie die der Dasa. Auch ihre Blätter geben, so lange sie jung sind, einen wohlschmeckenden Spinat.
Die Wurzelknolle wird verfüttert, häufig aber auch, wie die der Dasa roh gerieben und zum Brodteig genommen.
Iiilnune oder V:»in8 (Mvueorerl rilutu I,.).
Die Inlaams ist die Hauptknollenfrucht für Schweinefutter, so daß man sagen kann, Inliame bildet die Grundlage für die hiesige Schweinezucht.
Im Aussehen ähnelt sie so sehr der Dasa, daß der Einwanderer beide Pflanzen in den ersten Tagen nicht unterscheiden wird: doch ist das Blatt der Inbmrna dünner und hellgrün und am Stiel nicht geschlitzt, wie bei der Dasa. Im Wachsthum übertrifft sie die Dasa noch an Ueppigkeit.
Es giebt weiße, rothe, blaue, einstämmige, mehrstämmige Inlmme. Am zuträglichsten ist die rothe. Ihre Wurzelknolle wird über 2 Fuß hoch und auf fruchtbarem Boden über 10 Kilo schwer: doch muß man sie dann 2—3 Jahre stehen lassen.
Man erntet nicht etwa die Pflanzung auf einmal, sondern holt sich vom Felde immer nach Bedarf, indem man die großen Mittelknollen herauszieht und die kleineren Nebenknollen weiter wachsen läßt.
Die Inlrams liebt Wohl feuchten Boden, aber kein saures Sumpfland. Sie wächst direkt im Fluß aus dem kiesigen Flußboden, und meist werden die Ränder der Flußläufe mit Inkmwö bepflanzt.
Die kleineren Sorten pflanzt man 2 Fuß weit von einander. Die Pflanzlöcher der großen rothen Sorte müssen auf gutem Boden bis 1 Meter weit von einander gemacht werden.
Blätter, Stiele und Knollen werden zum Verfüttern gekocht, damit sich ihr eigenthümlich stechender, zusammenziehender Geschmack verliert. Auch Rindvieh läßt sich an Tränke von Inkiame-Knollen leicht gewöhnen.
Gepflanzt wird die Inlmmo vom August bis März und geerntet das ganze Jahr hindurch nach Bedarf. Sie trägt auf demselben Boden mehrere Jahre, ohne umgepflanzt zu werden, da jede im Boden gelassene Knolle oder jedes Stück einer solchen weiter ausschlägt.
Während des Wachsthums, auch wenn die Knollen noch nicht entwickelt sind, schneidet man Blätter aus, welche gekocht und verfüttert werden. Gepflanzt wird die Illlravae, wie die Dasa durch Knollenstücke mit zwei Augen.
Bei Anlegung der Pflanzung wird Mais als Zwischenfrucht gepflanzt.