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Die (^vloeu^iu e^enl^utu).
Sie ist von überaus üppigem Wachsthum in Stiel und Blättern und diejenige Knolle, welche unter allen hiesigen Arten für den Tisch des Kolonisten die erste und wichtigste Rolle spielt, da sie Monate lang, ohne zu verderben, aufbewahrt werden kann, so daß der Kolonist sich von ihr einen Vorrath von einer Ernte bis zur andern anlegen kann.
Die hat große, fleischige, glänzend grüne, herzförmige Blätter, welche auf gutem Boden an oft manneshohen fleischigen Stengeln sitzen und bis über 2 Fuß lang werden. Sie bildet in der Erde eine große Wurzelknolle, und an dieser sitzen ringsherum keulenförmige, längliche, kleine Knollen. Die Zahl der letzteren an einem Stock ist sehr verschieden; ebenso variirt deren Größe nach der Güte des Bodens, so daß ein Stock oft mehrere Kilo trägt; doch rechnet man durchschnittlich V?—1 Kilogramm.
Die fleischigen Blätter werden gerne vom Rindvieh und von den Schweinen gefressen, und schneidet der Kolonist in der Regel schon während des Wachsthums die älteren Blätter mit den Stielen zu Futter aus. Manche Pflanzer behaupten allerdings, daß sich in Folge dessen weniger und kleinere Knollen ansetzen.
Man Pflanzt die Dazu je nach der Beschaffenheit des Bodens 2—3 Fuß von einander im Monat August bis Anfang November und erntet sie ein Jahr später um dieselbe Zeit. Läßt man sie länger im Boden, so treibt sie von neuem. Man kann die Naja aber auch im Februar pflanzen; doch geräth nicht immer die Pflanzung im selben, sondern erst im nächsten Jahre.
Es giebt mehrere Sorten von Taja; eine einstämmige, welche in der Erde nur eine Wurzelknolle hat und aus dieser nur ein Blätterbündel nach oben treibt, und eine vielstämmige Rasn, bei der an die Hauptknolle sich mehrere kleinere Knollen ansetzen, die alle ihre eigenen Blätterstämme entwickeln.
Von diesen beiden Sorten giebt es wieder eine weiße und eine blaue Art, je nach der Farbe der um die Wurzel gruppirten Knollen.
Die Nasa verlangt mehr lehmigen Boden; doch gedeihen die blauen Arten besser auf leichterem Boden.
Wie Blatt und Stiel, giebt auch die Wurzel ein vorzügliches Futter für Rindvieh und Schweine, während die Knollen zur menschlichen Nahrung reservirt bleiben.
Die jungen Blätter sind als Gemüse zu verwenden und gleichen mit reichlich Fett eingekocht und fein gehackt dem europäischen Spinat, ja, sie schmecken sogar noch feiner, als dieser.
Man pflanzt die Nasa, indem man die Wurzelknolle in Stücke schneidet, so daß jedes Stück zwei Augen hat. Die Pflanzlöcher sind in der frischen Ro,-a gut durchzuhacken, damit die Wurzelknolle mit den ansetzenden Kartoffeln sich entwickeln kann; auch erleichtert ein sorgfältiges Zurechthacken der Pflanzlöcher die spätere Ernte.
((strlrulimii xutzffttul't'oliiittt).
Dieses Knollengewächs gleicht im Aussehen ganz der Rasn, doch ist es bedeutend kleiner. Die Blattstiele werden nicht höher als etwa ein Fuß, und dementsprechend sind auch die spießförmigen Blätter kleiner, als bei der Dasa.