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Die Aussichten des Plantagenbaus in den deutschen Schutzgebieten / von A. Seidel
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bedeutungsvoll sein dürften, wenn sie richtig und zu rechter Zeit angefangen werden. Dazu wäre eine Versuchsstation von un­schätzbarem Wert.

Wenn wir hiernach zusammenfassen, a) welche Kulturen in den Schutzgebieten durch gelungene Versuche im Großen als rentabel nachgewiesen, b) welche durch kleine Versuche Aussichten für die Zukunft eröffnen und welche c) durch die Natur des Landes oder infolge anderer Umstände z. Zt. oder für immer von vornherein oder nachgewiesenermaßen als aussichtslos gelten müssen, so er­halten wir nach dem derzeitigen Stande unserer Erfahrungen das folgende Bild:

Kolonie

Sicher rentable

Kulturen

Voraussichtlich

rentable Kulturen

Kulturen ohne oder mit geringer Aussicht

1. Deutsch- Ostafrika.

Kokospalmen, Sisalagaven, Kaffee, Vanille, Kakao,

Kapok, Pfeffer, Kardamom, Zimt.

Kautschuk,

Baumwolle.

Tabak.

2. Kamerun.

Ölpalmen, Kakao.

Kautschuk, Vanille, auf dem Hochlande Baumwolle, Kokospalmen.

Kaffee, Tabak (S. 31).

3. Togo.

Kokospalmen,

Ölpalmen, Baumwolle

Kautschuk, Tabak (?) Kakao (?)

Kaffee.

4. Neu-Guinea.

Kokospalmen, Kapok

Kautschuk, Kakao, Kaffee, Ramie.

Baumwolle, Tabak (s. S. 36).

5. Marshall-

Inseln.

Kokospalmen

Alle anderen.

6. Samoa.

Kokospalmen, Kakao

Kautschuk, Vanille, Kaffee.

Baumwolle.

Diese tibersicht läßt auf einen Blick das erfreuliche Ergebnis erkennen, daß eine ganze Reihe wertvoller Kulturen schon heute dem Großbetrieb günstige Erfolge liefert oder in Aussicht stellt und daß nur einzelne Kulturen in dieser oder jener Kolonie nicht auf günstige Aussichten rechnen dürfen.

Danach kann man getrost sagen, daß die Frage; ob unsere Schutzgebiete insonderheit vom Plantagenbau eine namhafte Förderung ihrer Entwicklung zu erwarten haben, sich schon heute mit voller Bestimmtheit in bejahendem Sinne entscheiden läßt.