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Die Aussichten des Plantagenbaus in den deutschen Schutzgebieten / von A. Seidel
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Kompanie. Weitere Kokospflanzungen sind die von T. Guyot in Kabaira am Weberhafen, von J. M. Röndahl in Kabakaul, von E. Marro in Kapsu (Neu-Hannover), von Kaufmann & Blumenthal in Kuragakaul, von R. Wolff in Parapatava (Neu-Pommern, katholische Missionsstation) u. s. w.

Das Schutzgebiet exportierte im Jahre 1902 an Plantagen­produkten:

Kaffee für Mk. 1539

Tabak 59086

Kautschuk 4498

Ivopra ,, 816216

Faserstoffe ,, 20297

Summa Mk. 901 636

Marshall-Inseln etc.

Die Jaluit-Gesellschaft, die hier wie auf den Karolinen das Koprageschäft nahezu monopolisiert, hat im letzten Jahre (1904) einen Bruttogewinn von 428175,87 Mk. erzielt und nach Abzug der erforderlichen Abschreibungen und Reserven, sowie der Tantiemen an den Aufsichtsrat und Vorstand immer noch 15% Dividende verteilen können. Dies spricht am deutlichsten für die Einträglich­keit der Kokospalmenkultur. Besonderen Erfolg verspricht sich die Gesellschaft für ihre Pflanzungsunternehmungen von der Kultur von Brachland und der von ihr angestrebten Übersiedlung Eingeborener von übervölkerten Inseln nach solchen mit unzureichender Besiedlung. Eine sehr vernünftige Maßregel! Im Übrigen vergl. man die Aus­führungen auf S. 38.

Die genannten Inselgruppen exportierten im Jahre 1902 für ca. 922000 Mk. Kopra, sowie eine geringe Menge Tabak (für 1954 Mk.). Von der Kopra entfällt weit über die Hälfte allein auf die Marshall-Inseln.

Samoa.

Auch die Samoa-Inseln sind heute noch in der Hauptsache auf Kopra-Produktion gestellt. Die Kokosplantagen sind fast sämtlich in Besitz der deutschen Handels- und Plantagen-Gesellschaft der Südsee-Inseln oder liefern doch ihre Produkte an diese Gesell­schaft. Eigene Pflanzungen hat sie z. Zt. bei Apia, in Eoa, Aleipata, Falealili, Lefaga, Mulifanua, Matautu, Salaelua, Palauli und Faasaleleaga. Sie exportierte im Jahre 1902 Kopra im Werte von ca. 1700000 Mk