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Neu-Guinea.
Der Umfang der planmäßig angelegten und planmäßig unterhaltenen Kokospalmen - Anpflanzungen in Neu-Guinea (einschl. des Bismarck-Archipels) beläuft sich nach einer Schätzung von kompetenter Seite ') auf 5500 ha mit 550000 Bäumen, die aber zum größten Teil noch nicht tragend, zu einem kleinen Teil schwachtragend und zum kleinsten bereits volltragend sind. Die volltragende Palme liefert etwa 70—100 Nüsse. 7000 Nüsse ergeben etwa eine Tonne Kopra. Etwa im zehnten Jahre erntet man daher erst eine Tonne Kopra von einem Hektar.
Die Kokospalme liebt Salzluft, Seewinde und etwas sandigen, nicht zu schweren Boden. Damit ist die Grenze ihres rationellen Anbaues gegeben; sie wird immer eine Küstenkultur sein. Zwar hat man sie im Innern am Ramu noch angetroffen, aber in geringerer Zahl und mit kleineren Nüssen. Die Erfahrungen der Neuguinea- Pflanzer verlangen, daß der Hektar höchstens mit 100 Palmen besetzt wird, da sonst die Produktionsfähigkeit des Baumes leidet. Dies dürfte auch für andere Kolonien zu beachten sein. Hinsichtlich des im Laufe, der nächsten 6 — 8 Jahre zu erwartenden Durchschnittserträgnisses der bestehenden Pflanzungen vergl. S. 36.
Die Neu-Guinea-Kompanie hat ihre zahlreiche Pflanzungen in drei Administrationsbezirke eingeteilt. Sie unterhält
a) in Kaiser Wilhelmsland (Administration von Friedrich Wilhelmshafen:) Plantagen in Friedrich Wilhelmshafen, Jomba, Finschhafen, auf den French-Inseln, in Potsdamhafen, Nubia, aui den Purdy-Inseln, in Seleo Tadji, Tarawai und Walis. (Administration von Stephansort:) Stephansort, Erima, Erimahafen und Konstantinhafen.
b) im Bismarck-Archipel (Administration von Herbertshöhe:) Plantagen in Kenabot, Raniolo, Gunanur, Tobera, Wunawutung- Nonga, Wangaramut, Towakundum, Massawa, Warangoi, Ungan, Kabotheron, auf der Schröder-Insel, in Manna, Ungalabu, Fisson und Teripar.
Wie schon früher erwähnt, hat sie die Baumwollkultur wegen ungünstiger klimatischer A^erhältnisse und dadurch verursachter geringer Ernte aufgegeben und den Tabakbau eingeschränkt (über die Gründe vergl. S. 36). Die Versuche mit Kaffee, Kautschuk und Kakao stehen noch in den Anfängen, scheinen aber
*) C. von Beck, Neu-Guinea, S. 54G.