Eisenbahn (1000 km), die Strecke Duala—Nlonakoberg—Manenguba- Gebirge (160 km) bauen will. Die Fertigstellung dieser Linie wird der Ausgangspunkt eines neuen Entwicklungsstadiums der Kolonie sein. Man denke nur an den jetzt schon sehr ausgedehnten Baumwollbau in Marrua und Mandara (Bericht über die Tsädsee- Expedition des Gouverneurs von Puttkamer, deutsches Kol.-Blatt 1904, S. 80, 121, 186, 321).
Togo.
In Togo bestehen zur Zeit — von den zahlreichen kleinen Versuchsgärten abgesehen — die folgenden Pflanzungen:
Liberia-Kaffee, Plantagen in: Anecho (J. K. Vietor, d’Almeida Brothers & Co., Creppy, Aite Ajavon, Czicko d’Almeida), Adjido (M. Paul) und Gridji (kath. Miss.)
Kokospalmen, Plantagen in: Kpeme und Bagida (Pflanzungsges. Kpeme, Medeiros), Lome (Kokosnuß-Plant.-Ges. Lome, Olimpio), Anecho (J. K. Vietor, d’Almeida Brothers & Co., Aite Ajavon).
Baumwolle, Plantagen in: Agu (Deutsche Togo-Ges.), Tove (Kol. Wirtsch. Kom.), Kpeme und Bagida (Pflanzungsges. Kpeme), Anecho (J. K. Vietor).
Kautschuk (Kickxia, an der Küste Manihot Glaziovii), Plantagen in: Agu (Deutsche Togo-Ges.) und Anecho (J. K. Vietor, d’Almeida Brothers & Co).
Kakao und Kola in Agu (Deutsche Togo-Gesellschaft).
Ausgeführt wurden im Jahre 1902 indessen erst geringe Mengen, nämlich für 80 Mk. Kaffee, ca. 20000 Pfund Baumwolle und für 167 Mk. Kakao.
Größere Ziffern haben nur Kautschuk (367045 Mk.) und Ölfrüchte (Kokos- und Ölpalme, Mk. 2803184) aufzuweisen. Diese stammen indessen nicht allein aus Plantagenbetrieb, der Kautschuk überhaupt nicht.
Was die Kaffee-Plantagen anlangt, so ist schon oben (S. 33) auf das durch Untersuchungen an Ort und Stelle gewonnene Urteil Wohltmanns hingewiesen worden, der ihnen weder an der Küste noch im Gebirgsland besonders günstige Aussichten eröffnen zu können meint. Bestand (1897 etwa 100000 Liberia-Kaffeebäume) und Ernte sind denn auch zurückgegangen und Neuanlagen nicht zu erwarten.
Wenn daher Dr. R. Hindorf (in der zweiten, von ihm bearbeiteten Auflage des Semler’schen Werkes über die tropische