182
Zwischen Rufidschi und Rovuma.
erreicht, schließt die Hochebene des rechten Rufidschi-Ufers erst bei Mkomokere in Mahenge mit 240 in Höhe nach einer Strecke von 330 km ab.
Die westliche Begrenzung ist nur im nördlichen Winkel durch die 2100 in hohen Uhehe-Berge festgestellt; die östliche bildet die Mrima von Kikunja bis Kilwa Kivindje und von da an das Bteer bis zur Mündung des Rovuma.
Klima, Vegetation und Thierwelt.
Bei der ungeheuern Ausdehnung des gleichmäßig langsam ansteigenden Landes muß man auf ein gleichmäßiges, sonnendurchglühtes Klima im östlichen Theil des Innern schließen. Dagegen verdichtet sich die Feuchtigkeit der Küsten- luft, unterbrochen durch diese breite Zone der Trockenheit, ähnlich wie im südlichen Usaramo, an den Bergen von Uhehe und an den Höhen von Lukunde, von Masasi und Makonde zu häufigen Niederschlügen, sodaß die Regenzeit am obern Rufidschi Anfang Januar beginnt, während sie bei Kilwa erst Ende März einsetzt.
Wegen der Lagunen und Sümpfe gilt das Klima an der Mrima und in der Thalebene des Rufidschi als sehr ungesund; etwas günstiger ist es an der Küstenstrecke von Kiswere bis Mikindani; als sehr gesund wird es in der hochgelegenen und waldreichen Masasi-Gegend gerühmt.
Ueber die Temperaturen läßt sich gar nichts Positives sagen; Thomson hat wol in seinem Werke „Expedition nach den Seen" eine erkleckliche Reihe von Thermometerablesungen mitgetheilt; da sie aber nur zur Bestimmung des Barometerstandes vorgenommen wurden und keine Tageszeit, die jedenfalls verschieden war, angegeben ist, so sind sie in Bezug auf Temperaturv erhältnisse unb enutzb ar.
Bei Maples (kroo. ok tbo U. O. 8. 1880, S. 353) befindet sich allein eine bemerkenswerthe Notiz; während des