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Kutu.
wären. Was man von ihnen weiß, beschränkt sich darauf, daß sie scheu, gutartig und sehr fleißige Ackerbauer sind, daß ihre meist aus 15—20 Hütten bestehenden Dörfer im Waldgestrüpp versteckt nnd außerdem durch befestigte Thore geschützt liegen;, daß ihre ärmlichen, von Ungeziefer wimmelnden runden Hütten aus Flechtwerk und Erde gemacht sind und sich einer Veranda als einziger Annehmlichkeit erfreuen. Einen Vortheil würden sie, wenigstens den umwohnenden Stämmen gegenüber, dadurch besitzen, daß sie ein einheitliches Stammesoberhaupt in der Person der Fürstin Simbamweni haben. Allein diese Landesmutter scheint sich weniger um die Wohlfahrt ihrer Unterthanen zu bekümmern, als unr die Vermehrung ihreK eigenen Reichthums, ihres arabischen Prunkes und um die Erhaltung der ihr so nothwendigen Gunst des Sultans von Sansibar. Sie hat ihre Macht jenseit der Kihindo-Berge und über die Makata-Ebene hinaus bis nach Rudewa und Farhani in Usagara ausgedehnt.
Kutu.
Die Grenzen von Kutu ergeben sich im Norden und Westen durch das Uruguru- und Rufutu-Gebirge, im Süden größtentheils durch die Wasserscheide des Mgeta und Nuaha- Rusidschi; im Osten aber kann sie nur willkürlich durch eine Linie angenommen werden, die von Kidunda südlich nach dem Plateaurücken gezogen wird. Mgunda sowol, wie Behobeho, müssen trotz ihrer Lage am Südabhang der Wasserscheide wegen der ansässigen Wakutu zur Landschaft Kutu gerechnet werden.
Der bewohnte und bisjetzt allein bekannte Theil von Kutu erscheint als ein nach Osten geöffneter Bergkessel. In ihn führen hinein die Karavanenstraßen vom Kingani-Mgeta über Dutumi, vom Rufidschi iiber Behobeho, vom Makata- Hochthal über die Pässe Mabruki und Goma und vom Ruaha durch das Thal des Msendasi über Mgunda.