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Deutsch-Ostafrika : Geographie und Geschichte der Colonie ; mit 1 Karte von Deutsch-Ostafrika / von Brix Förster
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. Usaramo. 163

Wild ist selbst in den weiten Savannen Usaramos wenig vorhanden. Wer von: Jagdglück begünstigt ist, kann bei Ki- dunda am Kingani und am obern Verengere hie und da Heerden von Antilopen, Zebra und Büffeln antreffen. Auch dem Leoparden kann man begegnen, höchst selten dem Löwen. Desto massenhafter erscheint im Kingani das Flußpferd und das Krokodil, und im Ufergestrüpp eine Menge von Schlangen, doch von ungefährlicher Natur.

Außer den gefürchteten riesigen Ameisenzügen ist die Haupt­plage des Landes die Tsetsefliege; sie herrscht verderbenbringend namentlich in Ukami (aber nicht in Mrogoro); sie verschont nur die Menschen, Ziegen und säugenden Kälber.

Als Hausthier trifft man überall Ziegen und Hühner; Schafe jedoch in geringerer Anzahl.

Die einzelnen Landschaften und ihre Bevölkerung.

Usaramo.

Usaramo grenzt im Osten an das Meer, im Süden an die Thalebene des Nufidschi, im Nordwesten an den Kingani. Die Westgrenze gegen Kutu läßt sich im allgemeinen durch eine Linie bezeichnen, welche von Kidunda aus in südsüdöst- licher Richtung gegen den Nufidschi gezogen wird.

Die Küste, auch hier Mrima genannt, besteht aus dem Weißesten und feinsten Sand, den Trümmern von Korallen- bänken, zusammengehalten durch eine Art von kriechenden Winden mit fleischigen Blättern und lilafarbigen Blüten. Zahl­reiche Buchten schneiden in das Festland ein; hinter den mit wilder Vegetation üppig bewachsenen Sandbänken ziehen sich Lagunen hin, deren Ufer mit dichtem Mangrovegebüsch um­säumt sind. Wo der Boden aus dem Flutgebiet der See em­porsteigt, ragt ein Wall von Kokos- und Delebpalmen, Melo­nen- und Wollbäumen auf.

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