Ukami.
Ukami. 171
höhern Grad von Cultur erreichten, beweisen die Wohnungen der Häuptlinge und Wohlhabenden: sie sind aus Lehm, viereckig, mit zweiseitigem Strohdach und einer Veranda, im Innern in Zimmer abgetheilt.
Die Wasaramo betreiben Ackerbau und Kopalgräberei; ja sie verdingen sich nicht nur als Träger, sondern auch zur Arbeit an die Küste. Eine Anzahl von mehrern, aus 5—6 Hütten bestehenden Ansiedelungen steht unter einem Häuptling, dem „Fast", dem ein erster Rathgeber, Mwene Goha, Leigegeben ist. Eine weiter ausgebildete politische Organisation existirt nicht.
1857 haben sich flüchtende Wadoe Lei Makutaniro und Degela-Mora am obern Kingani niedergelassen; ob sie sich erhalten oder ganz verschmolzen, ist nirgend erwähnt. Ebenso wenig wissen wir von den Makamba und Wafangara, die Burton als Unterabtheilungen der Wasaramo bezeichnet, die aber in keinem andern Reisebericht wieder auftauchen.
Ukami.
Die Heimat der Wakami grenzt im Norden und Nordwesten längs des Gerengere an Usegnha und Ukwere, im Südosten, dem Mgeta entlang, an Usaramo; der unbewohnte höchst- gelegene Theil des Urugurn-Gebirges trennt im Süden von Kutu ab, wie im Westen die Kigambwe-, Kihindo- und Mguru- wandege-Gebirge von Usagara.
Schönheit der Gegend, Reichthum der Vegetation und Cultivation des Bodens culminiren in den zwei Parallel- thälern des obern Gerengere bei Simbamweni und Mohale. Von Süden und Westen überragen die malerischen Häupter des Urugurn- und Kigambwe-Gebirges die sanft nach Norden verlaufenden Höhenzüge; die schönbewaldeten Abhänge sind bis in die Höhe von 1000 m mit kleinen Dorfschaften übersäet und senden frisch und klar rieselnde Bäche in die Tiefe hinab; die Thalsohle schmücken blumenreiche, Honig liefernde