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Deutsch-Ostafrika : Geographie und Geschichte der Colonie ; mit 1 Karte von Deutsch-Ostafrika / von Brix Förster
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Das Wami-GcLiet.

Numuma (738 IN, am Ostrande der Kleinen Marenga-Mkali): 25° U. mittags und 7° U. nachts im August, oder bei Kitangi (1050 rn, am obern Mtate): 5,7° U. morgens im Juni.

Im Sima-Thal (Usagara) betrug im November 1885 die Durchschnittstemperatur mittags 28° U.; es war dies der heißeste Monat im Jahr.

In Kondoa wurden von Bloyet folgende Thermometer­beobachtungen im Jahre 1880 gemacht:

Juli, August und September: Maxim. 20,6° U., Minim. 12° U.

'Oktober und November: 24°16,6°,,

Vegetation und Thicrwclti

Das Vegetationskleid, das die Natur über das Wami- Gebiet geworfen, ist im allgemeinen ein monotones: Savannen mit Dorngebüsch und lichtem Gehölz über die Ebenen, geschlos­sene Wälder über die Berge, streifenweise dazwischen Wiesen- flächen und fruchttragende Felder. Die Aecker liefern Mais, Hirse, Maniok, ein weniges an Bananen und Taback. Von Bäumen sind zu nennen: die Deleb- und Dumpalme, die Bam- busen in Fülle, die Sykomore, der Wollbaum und als beson­dere Eigenthümlichkeit der Miombo. Ferner gibt es in großer Menge Kalebassen (Bugu) und einen Baum, genannt Mkoma, der einen Stammumfang von 3*/z ru, angenehm schmeckende Steinfrüchte, und ein Holz, ähnlich dem Rosenholz besitzt, aus welchen: Bogen und Pfeile geschnitzt werden. Die Kokospalme kommt nur in der Küstenniederung vor.

Trotz des vorhandenen großen Wasserreichthums ist die Cultursähigkeit eine beschränkte; sie zeigt sich nur an jenen Stellen an und in dem Gebirge, wo dichter Waldbestand die Feuchtigkeit langsam absickern läßt und mäßig geneigte Hänge den verwitterten Gneis als feinkörnigen Schwemmboden am Thalrand absetzen, wie dies am günstigsten in Nguru der Fall zu sein scheint. - An den beiden Ufern des Wami auf der ersten