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Deutsch-Ostafrika : Geographie und Geschichte der Colonie ; mit 1 Karte von Deutsch-Ostafrika / von Brix Förster
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Das Gestein der Gebirge in Nguru und Usagara ist durch­gehend Gneis und Hornblende mit Einlagerungen von Grün­stem, Schiefer und Sandstein; die Färbung der Erde vor­herrschend roth und grauroth. Die Umrisse der Berge wechseln auf das mannichfaltigste; oftmals erscheinen sie in wildgezackten Felsengraten, oftmals thürmen sich waldbedeckte Gipfel dicht hintereinander auf oder sie liegen, wenn von Süden betrachtet, als breite Kuppelmassen da: immer aber gewähren sie einen malerischen Anblick.

Flußsystem.

Der Wami fließt von der Hochfläche bei Ndiabi in all­gemein westlicher Richtung nach der Küste und mündet in zwei Armen südlich von Saadani in den Indischen Ocean. In Useguha nur als Wami bekannt, führt er in Usagara von West nach Ost folgende Namen: Ugombe, Mnkondogwa und Makata.

Nimmt man den längsten und stärksten Flußlauf als den Hauptstrom au, so muß der Beginn des Wami in dem Ugombe gesucht und deshalb sein Ursprung in das Rubeho-Gebirge, in die Umgebung des Großen Rubeho-Passes (1737 rn) verlegt werden. Als ein reißendes Gebirgswasser tritt er in die Wüste der Kleinen Marenga-Mkali (852 m) und erscheint in einem breiten Bett mit niedrigen Ufern vor dem Bergthor von Ndiabi (738 in). Sein Lauf durch diesen Theil des Usagara-Gebirges ist als das Mukondogwa-Thal bekannt. Bei Sima (Muinin- Sagara) hat der Fluß in der Trockenzeit eine Breite von 45 in und nach dem Ausgang bei Kiora eine solche von 90 in. Die Uferränder sind, wo sie nicht dicht an die Abhänge sich an­schließen, schilfig und morastig. Die ihn umgebenden Höhen sind theils dicht bewaldet, theils auf felsigem Grund mit Dorn­gebüsch besetzt; an vereinzelten Stellen bieten sie Raum für den Anbau von Feldern und zum Einnisten von Dorfschafteu.