Topographie und Flüsse.
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fache Kette steiler, mit Granitzacken gekrönter Bergrücken trennt ihn von dem Hügelland im Osten und vom Laufe des Pangani im Süden; die ebenso zerklüfteten Handei-Berge (1350 m) und der Kombola (1200 w) bilden die Wasserscheide zwischen ihm und dem Luengera. Geschlossener, ewig düsterer Urwald von riesigen Wollbäumen, Banianen und Tamarinden steigert den großartigen Charakter der Gebirgsgegend. Sie ist während der Regenzeit wegen der steilen, schlüpfrigen Pfade schwierig Zu durchwandern, denn in erschöpfender Wiederholung muß man von Kamm zu Kamm über tiefeingesenkte Gründe hinauf- und hinabklettern. Bebaute Felder hat weder die Sohle des Sigi-Thales noch der andern Thäler; an den Abhängen allein haben die Eingeborenen sich in zerstreuten Gruppen angesiedelt.
Der Umba.
Der kürzeste Weg von der Küste Usambaras nach dem fernen Innern führt längs des Umba. Wanga, der Ausgangspunkt, hat sehr ungünstige Landungs- und Terrainverhältnisse; durch den 20 m breiten Zugang können nur bei Hochwasser kleine Boote sich nähern. Zwischen Mangrove- Wäldern setzt sich das Watt als Sumpfland 6—7 üm landeinwärts fort. Auf einem Stückchen trockenen Bodens ist der Ort Wanga erbaut: etwa 2 — 300 Lehmhütten mit übrigens breiten und reinlichen Straßen und Plätzen verbergen sich unter einem Palmenhain und werden von einer Mauer umschlossen. Die Lust ist fieberhaft, das Trinkwasser schlecht.
Vor Gonja kommt man, bei einer Reise flußaufwärts. Zuerst auf festen, gesunden Boden; da gibt es schöne Felder von Reis, Bohnen und Maniok. Aus der weiten Ebene im Süden erhebt sich der stark bewaldete Kilulu (255 in), am Fuß von Melonenbäumen und Baobabs dicht umgeben. Hier beginnt eine schmale Culturzone, die von Dorf zu Dorf bis an den Sigi sich fortsetzt.
Von Gonja westlich erhält sich die Fruchtbarkeit noch bis