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Nsambara und Bondei.
und zum Plantagenbau begünstigt. Der Boden besteht nach vr. K. W. Schmidt aus sehr feinkörnigem lehmigen Sand und reichlichem Humus (63,s °/g Sand, 35,s°/„ thonhaltiger Staub, 0,17 o/g Phosphorsäure und 2,si o/g Humus).
Der Ausfuhrhafen dieses gesegneten Landstrichs ist die Tangata-Bai. Sie wird durch die Insel Karangi, durch Riffe und Sandbänke vor Seestürmen geschützt. Der mündende Ukumbine hat einen tiefen, 90 oa breiten Kanal in das seichte und sandige Bett ausgegraben und dieser ermöglicht eine gesicherte Einfahrt im Norden. Im Süden der 2900 ra breiten Bucht liegt das durch eine Mauer von Korallenfels befestigte Dorf Morongo; im Norden Tougoni, das trotz seiner Dämme bei Hochwasser von den Fluten des Meeres im Rücken gefaßt wird.
Der Sigi.
Der Sigi und der Udofu münden in die Bai von Tanga. Diese besitzt keinen Hafen für größere Schiffe; die offene Rhede liegt 800 m seewärts. Korallenbänke erschweren und gefährden die Einfahrt in den 8 Irrn langen und 6V? Kur breiten Meerbusen. Der Strand ist von dein herrlichsten Pflanzenwuchs überzogen. Der Ort Tanga zählt an 5000 Einwohner, besteht aber nur aus Strohhütten; er ist Handelsplatz für die nach dem Kilimandscharo und dem Masai-Land ziehenden Karavanen.
Der Sigi, ein frisches, reißendes, unschiffbares Gebirgs- Ivasser, hat nahe der Küste 12—15 ra hohe, mit Maniok, Bananen und Palmen geschmückte Ufer. Verfolgt man ihn aufwärts, so kommt man zuerst nach dem vielbesuchten Marktplatz Amboni, dann nach Muschesa, wichtig als Uebergangs- punkt für die von Magila nördlich nach Wanga Reisenden. Zwischen den zerstreuten Dschungelcomplexen wird hier besonders viel Taback gebaut.
Dreißig bis vierzig Kilometer von der Küste entfernt umschließt das Gebirge den Flüß in einem breiten, von wild- und üppig wuchernder Vegetation erfüllten Thal. Eine mehr-