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Deutsch-Ostafrika : Geographie und Geschichte der Colonie ; mit 1 Karte von Deutsch-Ostafrika / von Brix Förster
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Topographie und Flüsse. 89

öffnen sich in kurzer Entfernung schluchtartige Thäler mit hohen Felswänden.

Der Ukumbine mit dem Udofu.

Der Fluß Ukumbine, welcher in die Tangata-Bai bei Tongoni mündet, und der Udofn (Mkulnmusi), welcher siH in die Bucht von Tanga ergießt, entspringen in den zwei Tage­märsche von der Küste entfernten Vorbergen. Beide Flüsse sind nicht schiffbar. Der Ukumbine trocknet in den heißen Monaten ein, der stürmische Udofu überschwemmt in der Regen­zeit ringsum das Land. Der Boden, unmittelbar an der Küste schlammig, erhebt sich langsam zu einigen gutbebauten Gefilden;, er wird, in die Nyika-Ebene eintretend (60ra ü. d. M.), zu einem unregelmäßig breiten Streifen von Savannenwald und dor­nigem Dschungel, der in gleicher Beschaffenheit sich südlich bis nach Madanga fortsetzt. In der Höhe von Umba (150 ra) verwandelt er sich in ein kalkhaltiges, mit marinen Fossilien vermengtes, welliges und äußerst fruchtbares Terrain. Kokos- wälder, Korn-, Reis-, Bananen- und Zuckerrohr-pflanzungen überdecken das Land. Versteckt in vereinzelten Waldungen liegen die Dörfer. Das Gebirge steigt jählings empor: der isolirte Pambili (600 ra) und die zusammenhängende, mit Gehöften übersäete Kette der bewaldeten Höhen von Magila, mit dem Felsendom Mlinga (1050 nr), mit dem Kituli (930 ra) und mit den südlichsten Spitzen, dein Manga (590 ra) und Mgambo (660 nr).

Am Fuße der letzten: steht die englische Missionsstation Magila (180 in ü. d. M.) in quellenreicher Gegend mit aus­gedehnten Reisfeldern in den tiefern Mulden. Hier ist . auch der Herrschersitz Kibanga's, des Häuptlings von Süd-Usambara.

Das Gebiet, welches der Ukumbine und der Udofu durch­strömen, ist die durch keine Grenzen bestimmte Landschaft Bon­dei. Nicht nur durch Wasserreichthun:, sondern auch durch vor­treffliche Bodenbeschaffenheit wird sie zu den üblichen Culturen