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Die Wirtschaftstätigkeit der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft in den Jahren 1887-91 und ihre wichtigsten Voraussetzungen / von Bruno Kurtze
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2. Fremde, durch die DOAG geförderte und unterstützte

Unternehmungen, a) Mission.

Schon auf der Ausreise hatte sich Dr. Peters mit dem Problem beschäftigt, die Missionen zu einem werktätigen Faktor der Erschließung Ostafrikas zu machen 1 ). In München hatte er die Benediktiner Mönche, nachmals die Reichenbacher Mission, als erste deutsch-katholische Mission für Ostafrika gewonnen. Sie ließen sich in Pugu bei Daressalam nieder. Ebenso gelang es, die französische Mission »Congregation du St. Esprit et du Coeur de Marie« durch einen besonders günstigen Vertrag an die Kolonie zu fesseln. Die Genehmigung des Vertrages seitens der Kurie blieb jedoch aus, da der starke Einfluß der französischen Partei am Vatikan die Erteilung zu verhindern strebte, obwohl sich selbst Bismarck dafür einsetzte.

Außer diesen beiden katholischen Missionen arbeitete in der Kolonie auch eine evangelische Mission. Die Sympathien der Ära Peters lagen jedoch aus rein wirtschaftlichen Gründen bei den katholischen Gesellschaften. Dr. Peters glaubte, die Erfahrung gemacht zu haben, daß sie mehr als jene sich der praktischen Unterweisung ihrer Zöglinge widmeten, und gerade darauf mußte es der DOAG ankommen.

Vorübergehende Verhandlungen mit den algerischen Weißen Vätern, einer anderen französischen Mission, deren Tätigkeitsgebiet um Tabora und am Tanganjika lag, sind darum von Interesse, weil sie die Tatsache zeitigten, daß der Sultan noch im Sommer 1887 glaubte, jene Landschaften gehörten ihm.

b) Ansiedlung.

Die Gesellschaft war der Ansicht, durch Reklame oder Agitation eine Auswanderung nach Ostafrika weder direkt, noch indirekt empfehlen zu dürfen, weil man auch die moralische Ver­antwortung bei fehlgeschlagenen Unternehmungen nicht tragen zu können glaubte. Bei der exponierten, von allen Seiten an­gegriffenen Position der Gesellschaft ist der Standpunkt jedenfalls begreiflich. Die Folge war freilich, daß sich Ende 1887 nur zwei Kolonisten im Schutzgebiet befanden, die bei Pugu, nahe Daressalam eine Plantage im großen Stil einrichten wollten. Zu ihnen sollte in den nächsten Monaten ein dritter stoßen.

*) Dr. Peters, Die Gründung von Deutsch-Ostafrika, 1906, S. 15411. Kurtze, Die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft. 4