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Ostasrika.
Bewegung; und wohin der aus der Führung des Weißen emanzipierte Neger schließlich gerät, sehen wir an den Karikatur-Negerrepubliken Liberia und Haiti.
Wir müssen uns auch in Ostafrika bei aller Bemühung um die geistige Hebung der Neger bewußt bleiben, daß der Rassengegensatz zwischen Schwarz und Weiß niemals überbrückt werden kann. Schwarz kann niemals Weiß werden. Schwarz gegenüber muß sich Weiß aus Rassenstolz die Oberhand wahren und. niemals vom Herrenstandpunkt abweichen. Es wird immer Weiße geben, Beamte und Private, die dieses Herrentum unwürdig mißbrauchen, aber sie haben die volle Strafgewalt der Regierung zu fühlen, denn nur unsere kulturelle und sittliche Überlegenheit gibt uns das Recht, der Herr zu sein.
v. Europäische Besiedelung. Die Jndersrage.
Die Aufrechterhaltung des Rafsengegensatzes in dem vorhin geäußerten Sinn muß auch die Richtschnur in der Ansi ed elung deutscher Pflanzer und Farmer sein. Nur die Reinerhaltung unserer deutschen Rasse in Deutsch-Ostafrika erhält uns auch die Kolonie deutsch. Mischlinge zwischen Weißen und Farbigen sind fast immer geistig und moralisch minderwertig und auf kolonialem Boden ein wirtschaftlich wie politisch gefährliches Element: oas lehrt die Geschichte aller älteren Kolonien. Das Wesentliche in der Reinerhaltung der Rasse ist aber nicht das Aussetzen germanischer Siedler in geeignetes Kolonialland und ihr Abschließen gegen alle die Rasse schädigenden Elemente, sondern es ist die unablässige Zufuhr frischen Blutes aus der Heimat, durch das der Siedlerstamm in zukünftigen Zeiten sich immer wieder kräftigt und verjüngt und den physischen und geistigen Zusammenhang mit dem Mutterland aufrechterhält.
Es fragt sich nun, obundwoin Ostafrika unsere Siedler die physischen Bedingungen finden, die der Erhaltung der Rasse Vorschub leisten und wo zugleich die Ertragsfähigkeit des Landes groß genug ist, um den deutschen Kolonisten nicht bloß zu nähren, sondern auch wirtschaftlich vorwärts zu bringen. Im allgemeinen ist auf dem Erdball die Erhaltung der weißen Rasse zwischen der nördlichen oder südlichen Ökumene und dem Äquator um so reiner, je weiter die Kolonien nördlich und südlich vom Gleicher liegen. Aber mit der Erhebung des Landes über die Meereshöhe stuft das Land unter den Tropen sich, wie wir oben sahen (S. 43), in außerordentlich verschiedene vertikale Klima-, Begetations- und Siedelzonen ab, und in dieser Stufenfolge gibt es ein Vorzugsgebiet, wo der Weiße ein Optimum des Klimas, des tonischen Wechsels der Tages- und Jahreszeiten, der Gesundheitsverhältnisse durch Abwesenheit von ^noxnsIsL (Malaria) usw. findet. In Ostafrika beginnt diese Vorzugszone in den einen Berggegenden schon bei 1000 in, in anderen erst bei 1400—1600 m Höhe; im großen ganzen wird man sie zwischen 1500 und 2000 in ziehen können. Ein großer Teil dieser Gebiete scheidet trotz der klimatischen Eignung vorläufig für die Berechnung weißer Besiedelung aus, weil die Landschaften bereits dicht von Eingebornen bewohnt sind, so z. B. der mittlere Kilimandjaro, viele Teile von Jraku, Mutjek, Uluguru, Oberkonde usw. In Summa wird man ein Areal von 120—150,000 hlcm, also bis zur doppelten Größe des Königreichs Bayern, herausrechnen können. Ja, nach Dernburg haben die „als Ansiedelungskolonien in Deutsch-Ostafrika in Frage kommenden hochgelegenen, malariafreien Strecken etwa die Größe des Königreichs Preußen" ^457; 33^. Erwägt man aber, daß zwar Kleinbetriebe, wie teilweise in West-Usambara, mit 20—30 v.a auskommen können, daß jedoch in anderen Gegenden mittlere und große Betriebe überwiegen müßten, so wird man die