DREIUNDZWANZIGSTES KAPITEL
1. Kurze Ausflüge in die Umgebung von Tanga.
2. Reise von Tanga über Amboni nach Moa, weiter über Magila nach dem Plantagengebiete von Ost- Usambara und über Muhesa und Plantage Sehöller
zurück nach Tanga.
Vom 8. bis 26. November 1897.
A. Verlauf der Reisen.
In den ersten Tagen nach der Ankunft in Tanga wurden Ausflüge nach den Schwefelquellen von Amboni, den Siga-Höhlen (»Kaiser Wilhelm-Höhlen«) am Mkulumusi und nach verschiedenen anderen Punkten in der Umgebung der Tanga-Bucht unternommen. Am 12. November erfolgte dann der Aufbruch zu der letzten Reise vor der Heimfahrt nach Europa.
Da sich an das Auftreten von Sandsteinen und Thonschiefern in dem küstennahen Gebiete zwischen Tanga und Moa die Hoffnung knüpfte, dass hier Steinkohlen Vorkommen möchten, wurde das fragliche Gebiet zuerst auf dem Wege von Tanga nach Moa, danach auf demjenigen von Moa über den Kilulu- Hiigel und Gombelo nach Magila, leider mit negativem Erfolge, durchstreift. Von Moa aus wurden die Kokospflanzungen der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft Moa und Totohowu besucht.
Den Rest der Zeit, der mir nach der Ankunft in Magila, am 17. November, noch zur Verfügung stand, verwandte ich auf den Besuch einiger Kaffeepflanzungen in Ost-Usambara, der Pflanzungen Derema, Nguelo und Union der Deutsch- Ostafrikanischen Gesellschaft und der Prinz Albrecht-Pflanzung Kwamkoro. Nachdem ich von dort am 22. November die Endstation der Tanga-Piisenbahn, Muhesa, wieder erreicht hatte, stattete ich am folgenden Tage von der Station Ngomeni aus der Kaffeepflanzung »Sehöller« einen Besuch ab und gelangte an demselben Tage mit der Bahn wieder nach Tanga. Der 26. November wurde noch zu einem wiederholten Besuche der Schwefelquellen von Amboni benutzt. Am 27. November trat ich dann mit meinem Gehilfen Schwarz auf dem Dampfer »König« der Ostafrika-Linie die Heimfahrt nach Europa an.
Routenaufnahmen wurden nur auf der Reise von Tanga über Moa nach Magila und später auf der Marschstrecke von der Bahnstation Ngomeni bis zu der Schöller’schen Pflanzung ausgeführt. In Usambara erschienen sie überflüssig, da hier seit Jahren bereits eine genaue trigonometrische Aufnahme im Werke ist.