Handel und Lingeborenenproduktion.
lvilhelmshafen im mittleren Teil, welche gegenüber den schwer zugänglichen Eingeborenen jener Gebiete einen besonders schweren Stand hatte und erst eine kleine Zahl bekehrt hat. Ferner die katholische Mission vom Heiligen Geiste bei Berlinhafen im westlichen Teil mit etwa ^000 Getauften.
Im Bismarckarchipel wirken seit ^376 die (australisch-wesleya- nische) Methodistenmission mit (Anfang IW?) 5233 eingeborenen Christen und seit ^832 die katholische Mission vom Heiligsten Herzen Jesu mit (Anfang IL07) ^5 239 Getauften. Auf den deutschen Salomonsinseln ist seit ^399 die katholische Maristenmission tätig.
c) Handel und Lingeborenenproduktion.
Den Hauptgegenstand des Handels in Neu-Guinea bildet die Kopra, der geschnittene Kern der Kokosnuß. Daneben kommen im Bismarckarchipel besonders in Betracht Trepang (Holo- thurien oder Seewalzen, die in getrocknetem Zustande nach China transportiert werden, wo sie ein beliebtes Genußmittel bilden); ferner Schildpatt, (^reensnail sdells (Burgosmuscheln), Elfen- beinnüsse (zur Rnopffabrikation benutzt), und perlschalen. Die begehrtesten goldrandigen perlschalen (Av16 lips) kommen allerdings meist in Tiefen vor, welche nur mit Taucherapparaten erreicht werden können. Seit längerer Zeit ist in den Admiralitätsinseln zur Ausbeutung der dort befindlichen Perlschalenbänke eine Perlfischereigesellschaft tätig, welche mit einer Anzahl kleinerer Fahrzeuge die Perlfischerei betreibt.
Als Handelsartikel für den Handel mit den Eingeborenen werden eingeführt Tabak, Baumwollstoffe, Eisenwaren und sonstige europäische Artikel verschiedener Art, ferner Konserven.
Während in Kaiser tvilhelmsland zur Zeit der Erwerbung des Schutzgebiets gar kein Handelsverkehr vorhanden war und auch seither der Handel dort nur eine geringe Entwicklung genommen hat (er blieb noch hinter einer Million Mark zurück und wies eine sehr geringe Ausfuhrziffer auf), war im Bismarck- archipel schon früher ein nennenswerter Handel vorhanden. Bereits 1M3 führten die beiden im Archipel tätigen deutschen Firmen (Deutsche Handels- und Plantagen-Gesellschaft der Südseeinseln und Hernsheim Co.) zirka 1500 Tonnen Ropra aus. ^392