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kommen Malaria und Dysenterie fast überall vor, unter den Eingeborenen haben früher auch die Pocken gewütet.
Was Mineralien anbetrifft, so ist in Kaiser Wilhelmsland Gold gefunden worden, ohne daß ein Abbau sich jedoch bisher als lohnend erwiesen hätte. Doch besteht die Hoffnung, daß dies später der Fall sein wird. Im englischen Gebiet, nahe der deutschen Grenze, wird bereits mit Lrfolg Goldbergbau betrieben, nach einem O07 veröffentlichten Bericht einer von Australien nach Papua (Britisch-Neu-Guinca) entsandten englischen Rommission ist anzunehmen, daß der Gold enthaltende Gürtel sich in das deutsche Gebiet hinein erstreckt, weitere Untersuchungen werden Klarheit darüber schaffen.
Im Bismarckarchipel sind bisher noch keine abbaufähigen Mineralien gefunden worden.
b) Die Bevölkerung.
Die weiße Bevölkerung zählte am ^. Januar Köpfe (^28 männlich, ^ weiblich), gegen 532 im Vorjahr. Davon waren U7 deutsche Ncichsangehörige, H7 Engländer, der Rest verteilte sich auf verschiedene Nationen.
Von nicht eingeborenen Farbigen, die im Schutzgebiet wohnen, sind die wichtigsten die Chinesen, deren es Anfang gab. Davon entfielen 2V auf den Bismarckarchipel, 15^ auf Kaiser wilhelmsland.
Die Eingeboren enbevölkerung Neu-Guineas wird auf 300 000 geschätzt, von denen etwa 100 000 auf Kaiser Wilhelmsland, 200 000 auf den Bismarckarchipel und die Salomons- inseln entfallen. Doch sind dies ungenaue Schätzungen. Nur in einzelnen Bezirken im Bismarckarchipel haben genauere Zählungen stattgefunden. Im übrigen lassen sich nur Mutmaßungen anstellen, welche besonders bezüglich der meist unbewohnten Gebiete im Innern der Inseln recht unsicher sind.
Die Bewohner von Kaiser Wilhelmsland, wie auch sonst der Hauptinsel Neu-Guinea sind überwiegend Papua, zum Teil finden sich auch, besonders auf den der Hauptinsel vorgelagerten Inseln Melanesien Die Papua sind Eingeborene von dunkelbrauner Hautfarbe und schwarzem, wollähnlichem, in einzelnen Büschen vom Koxf abstehenden Haaren. Die Papua zerfallen