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Unsere Kolonien / von Heinrich Schnee
Entstehung
Seite
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Die Bevölkerung.

b) Die Bevölkerung.

Die weiße Bevölkerung des Schutzgebiets belief sich am Januar 1L07 auf 2629 Röpfe (20V männlich, 530 weiblich), gegen 2H65 im Vorjahr. 1,656 waren deutsche Neichsangehörige, 2^ Rolonialengländer (meist Buren), 206 Griechen, 90 Italiener, 85 Franzosen. Der Nest verteilte sich auf verschiedene Nationen.

Die Eingeboren enbevölkerung Ostafrikas wird auf 1,0 Millionen Röxfe geschätzt. Der ganz überwiegende Teil der Eingeborenen wohnt auf den Hochplateaus und in den Gebirgs- ländern des Innern. Die Bevölkerung der Rüstenbezirke wird auf nur 800 000 Köpfe geschätzt. Die Verteilung der Bevölke­rung im Innern ist ungleichmäßig; am dichtesten bewohnt sind die Gebiete in der Nordwestecke des Schutzgebietes, westlich vom Victoriasee, die Sultanate Ruanda und Urundi, deren Bevölkerung auf H5 Millionen Einwohner geschätzt wird, ferner Unjamwesi südlich vom Victoriasee, dessen Einwohnerzahl auf I, Million ange­nommen wird. Auch die an den Victoriasee östlich und westlich unmittelbar angrenzenden Gebiete weisen überwiegend eine ziem­lich dichte Bevölkerung auf, während andere Gebiete im Innern nur schwach bevölkert sind.

Die Eingeborenen sind zum überwiegenden Teil Bantu- neger, daneben kommen besonders Völker hamitischen Ursprungs in Betracht, welche aus dem Norden eingewandert sind. Außer­dem finden sich, abgesehen von Europäern, Angehörige ver­schiedener fremder Völker, in erster Linie Araber und Inder, in der Kolonie.

Die Rüstenebene ist größtenteils von Suaheli bewohnt, Bantunegern, welche indes stark vermischt sind, und besonders arabisches Blut in sich aufgenommen haben. Die Sprache der Suaheli, Risuaheli, hat als allgemeine Verkehrssprache eine große Bedeutung für Gstafrika gewonnen. Die Renntnis dieser Sprache ist weit im Schutzgebiet verbreitet; auch bei den ent­fernteren Stämmen des Binnenlandes ist mit seiner Hilfe fast durchweg eine Verständigung möglich. Im übrigen sind die Sprachen der verschiedenen Bantustämme zwar miteinander ver­wandt, weisen aber doch solche Verschiedenheiten untereinander auf, daß Verständigungen ohne Zuhilfenahme einer gemeinsamen Verkehrssprache nicht möglich sind.

Die Bewohner der landeinwärts der Rüste sich erhebenden