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Kapitel X».
Die Jahre 1903/04.
Die Stellung der Eingeborenen zur weißen Bevölkerung.
ollen wir die innersten Gründe zu den genannten Iahren der Katastrophe verstehen, müssen wir auf dasjenige zurückgreifen, was ich bereits in dem Kapitel VIII, besonders unter den Abschnitten „Schutzverträge" und „Rechtspflege" gesagt habe, selbst auf die Gefahr hm, daß mir Wiederholungen mit unterlaufen.
Es gab eine Zeit, in der — hervorgerufeu durch die bekannten Aus- schreitungen in den Kolonien Kamerun und Ostafrika — die Stimmung im alten Vaterlande derart geworden war, daß man nunmehr umgekehrt für Exzesse von Eingeborenen gegen Weiße fast kein Empfinden mehr zu haben schien. Damals konnte sogar ich, dem stets Äberhumauitä't gegen die Eingeborenen vorgeworfen worden ist, mich nicht enthalten, dein Bericht über einen seitens Eingeborener an einem Weißen begangenen Mord die Bemerkung hinzuzufügen: „Da es sich bloß um die Ermordung eines Weißen handelt, wird sich in diesem Falle die öffentliche Meinung in der Äeimat wohl nicht besonders aufregen." Fern sei es jedoch von mir, dieses öffentliche Empfinden tadeln zu wollen, aber an dasselbe zu erinnern, gehört mit in den Rahmen dessen, was ich unter dem vorliegenden Abschnitt zu sagen habe. Im übrigen aber ist es keine 51nehre für uns, wenn der Durchschnitts- deutsche die Neiguug besitzt, sich stets auf die Seite des Schwächeren zu schlagen. 5lnd als solche erschienen damals zweifellos die Eingeborenen. Llm so jäher aber schlug die Meinung wieder um, als unsere Eingeborenen ihren