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von Früchten des Landes, soviele erhältlich waren, außerdem in kleinen Mengen Katjang Idjo. Diese Fleisch- und Eiweißrationen sind die gleichen, welche die Leute auf den Stationen erhalten, so daß anzunehmen war, daß diese Ernährung auch für unsere Leute ausreichend sein würde. Tatsächlich aber haben sie während der Marschperioden bedeutend größere Reisrationen verzehrt (pro Tag schätzungsweise 0,9 bis 1 kg), dagegen zeitweise wegen der durch Erkrankungen verursachten Un- vollständigkeit der Proviantnachzüge nicht ihre vollen Fleischrationen erhalten können. Diese Ernährung hat nun in vielen Fällen nicht genügt, die dem Körper durch die außerordentlichen Anstrengungen entzogenen Mengen von organisch gebundener Phosphorsäure zu ersetzen, und so ist es zu verstehen, daß gerade die Leute des ersten und zweiten Transportes, die diesen Schädlichkeiten am längsten ausgesetzt waren, die Haupterkrankungsziffern gestellt haben. Soweit angängig, erhielten die Erkrankten Nährmittel wie Fleischsolution, Sanatogen und Milch, doch waren merkbare Erfolge damit nicht zu erzielen. Die tödlichen Fälle sind durchweg außerordentlich akut verlaufen, der Tod trat wohl immer durch Herzlähmung oder Herzschwäche ein. Durch Digalen- und Kampfereinspritzungen wurden einige Patienten, die bereits — in der kritischen Zeit der starken Ödeme — eine prognosis pessima boten, am Leben erhalten, doch ist eine solche Behandlung während der Expedition infolge der großen örtlichen Entfernungen der einzelnen Marschkolonnen naturgemäß nur in sehr beschränktem Maße durchführbar.
Welche Vorschläge können wir nun auf Grund unserer Erfahrungen für künftige Expeditionen, die ungefähr mit gleichen örtlichen Schwierigkeiten und gleichem Menschenmaterial zu rechnen haben würden, zur Vermeidung ähnlich hoher Erkrankungsziffern an Beri-Beri machen?
Nach dem oben Gesagten ist klar, daß dabei der Schwerpunkt in der Ernährungsfrage liegen muß. Es sollten nicht solche großen Mengen Reises, der ja fast ausschließlich Kohlehydrate enthält, sondern bei Reduzierung der Reisernährung größere Quanten an guter Fleisch- und Fettnahrung, der etwas Kochsalz zuzusetzen wäre, gereicht werden; außerdem sollte diese letztere nicht, wie es hier analog den Stationsgewohnheiten geschah, nur zweimal wöchentlich, sondern täglich gegeben werden, wobei als Tagesdosis 0,25 kg Fleisch ausreichend erscheint. Sodann sollte eine allgemeine Prophylaxe mit Katjang Idjo durchgeführt werden, deren herber Geschmack durch Zugabe von etwas Zucker oder Sirup dem wählerischen Gaumen der Leute sympathisch zu machen ist. Schließlich sollten noch möglichst viele Früchte des Landes gereicht werden, so daß etwa folgender Speisezettel empfehlenswert als Tagesernährung erscheint:
Reis.......etwa 400 g,
Fleisch...... ,, 250 g,
Katjang Idjo .... „ 200 g, etwas Salz, Sirup und Landesfrüchte.
Mit dieser Ernährung wäre möglichst bald zu beginnen, damit der Körper in der Zeit der schweren Anstrengungen womöglich etwas „zuzusetzen" hat.
III. Höhenmessungen während der deutschen Grenzexpedition in das Kaiser-Wilhelms-Land.
Von Dr. H. Marquardsen.
I. Von Germaniahuk nach Süden entlang dem 141. Grad ö. L.
Zur Ausführung genauer Höhenbestimmungen standen Prof. L. Schultze Jena Siedeapparat, Aspirations-Psychrometer und Schleuderthermometer zur Verfügung. Von den Siedethermometern wurde nur eines (Nr. 1315) benutzt, dessen Ablesung bei jeder Abkochung sehr sorgfältig mit mindestens viermaliger Wiederholung vorgenommen wurde.
Für die Berechnung der Höhen ist es von Wichtigkeit, daß die Leitung der in naher Nachbarschaft von Germaniahuk liegenden niederländischen Station Hollandia an den Terminen 9 a, 12 m, 3 p Ablesungen eines Quecksilberthermometers vornehmen
ließ, deren Ergebnisse für den ersten Teil der Expedition hier vorliegen. Eine Vergleichnng des Siedethermometers mit dem Stationsbarometer hat zwar nicht stattgefunden, doch lassen sich die Beziehungen zwischen den beiden Luftdruckmessern auf indirektem Wege leidlich ermitteln. Am 25. Mai 1910 hat Prof. Schultze'Jena zur Feststellung des täglichen Ganges des Luftdrucks und der Temperatur die S. 2 mitgeteilten Beobachtungen angestellt.
Die dort gegebene Reihe gestattet mit ziemlicher Genauigkeit durch Interpolation für jede beliebige Tageszeit die gesuchte Angabe, zu entnehmen und die beiden Luftdruckmesser wie nachstehend zu vergleichen: