278 - Kapitel VIII. — Die Eingeborenen.
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gab indessen, daß gerade in diesem ungünstigen Augenblick der Bondelzwartsaufstand ausgebrochen war. Ohne ihn würde die Reservatsfrage eine solche Tragweite niemals gewonnen haben.
So ziemlich die ältesten deutschen „Eindringlinge" im südwestasrikanischen Schutzgebiete waren die Missionare. Wurde doch schon 1849 die erste Missionsstation in Otjim- bingwe gegründet. Etwa gleichzeitig mit den Missionaren kamen aber auch andere weiße Elemente, wie Händler und Jäger.
Die Mission.
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Keermanshoop.
Neue, im Mai 1895 vollendete Missionskirche.
Manche von diesen brachten den Eingeborenen gleichfalls „Errungenschaften der Zivilisation", aber ganz anderer Art, nämlich Branntwein, Ämter- lader und Krankheiten geheimer Art. Lim so härter wurde der Kamps, den die Mission durchzufechten hatte. Den durch den Waffen-- und Muuitions-- Handel beförderten Kriegen der Eingeborenen unter sich fielen nur zu häufig auch blühende Missionsstationen zum Opfer. Mancher Missionar erlag den Entbehrungen und Leiden einer eiligen Flucht. Aber immer wieder kehrten die Aberlebenden oder die Nachfolger der Verstorbenen an die Stätte des früheren Wirkens zurück und begannen ungebeugten Mutes ihre Arbeit von neuem. Lind warum? wozu? Lediglich zu dem idealen Zweck der Verbreitung des Christentums.
Eine menschliche Einrichtung, die in bezug auf ihre Tätigkeit mit Menschen rechnen muß, bleibt die Mission indessen gewiß gleichfalls. Wie jeder menschlichen Einrichtung haften daher auch ihr Fehler und Schwächen an. Aber diejenigen, die deswegen abfällig über sie urteilen, bieten nach meiner Erfahrung dem alten Vaterlande weniger günstige Kolonisations-- elemente als die, welche das Gute der Mission herauszufinden und anzuerkennen wissen. Ein Hauptvorwurf gegen die letztere ist das Betreiben eigenen Handels mit den Eingeborenen gewesen. Gewiß war der Missionshandel