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Elf Jahre Gouverneur in Deutsch-Südwestafrika : mit 176 Abb. u. 20 Skizzen / von Theodor Leutwein
Entstehung
Seite
173
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Geschichtliches. 17Z

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Auge fassen können. Im übrigen versicherte ich ihn meiner friedlichen Ge­sinnung. Durch Vermittlung des Missionars Rautanen erhielt ich einige Monate später in Windhuk die Antwort, dahin lautend, daß alles, was ich geschrieben hätte, sehr schön sei, daß aber er, Kamboude, doch wünschte, mich in seinem ganzen Leben nicht zu seheu. Dein: die Deutscheu kämeu mit sreuudlicheu Worten, wenn sie aber da seieu, wollten sie regieren, und regieren könne er allein. Das war gewiß deutlich, schadete aber weiter uichts, da eiu übergreifen unserseits auf das Ovamboland vor dem unzweifelhaftem

Häuptling Kambonde und Familie.

Feststehe» unserer Herrschaft im Äererolande und im Namalande ein Fehler gewesen wäre uud daher iu absehbarer Zeit nicht zu erwarteu war.

Seitdem schliefen die Beziehungen zu den Ovambos so ziemlich wieder ein, bis einer der Bezirksamtmänner von Outjo, Oberleutnant Franke, im Jahre 1900 einen Besuch bei den Häuptlingen Kamboude und Llejulu uuter- uahm und ihn bis zu dem portugiesischen Fort Hnmbe ausdehnte. Seme Aufnahme bei den beiden Häuptlingen war eine durchaus freundliche, ebenso anscheinend auch bei dem portugiesischen Kommandanten im Fort Humbe. Doch erfolgte später aus Aulaß dieses Besuches eiue Beschwerde in Berlin wegen Grenzverletzung durch deutsche Soldaten. Infolgedessen wurde der Besuch portugiesischen Gebietes den Angehörigen der Schutztruppe in Llniform