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Kapitel I.
Aus der Vergangenheit des Schutzgebietes/)
Einwanderung der Orlams.
!ie Ureinwohner des Schutzgebietes waren anscheinend die in zahlreichen Resten jetzt noch vorhandene:: Bergdamaras und Buschmänner. Zu ihnen stießen in einer Zeit, über die uns nichts bekannt ist, die alteingesessenen Sotten- tottenstämme der Bondelzwarts, mit dem Hauptsitze in Warmbad, und der roten Nation, mit dem Haupt-- sitze in Hoachcmas. Der letzteren hatten sich noch die Stämme der Feldschuhträger, der Franzmann- Hottentotten und der Swartboois angegliedert, sie übte aber auch eine stillschweigend anerkannte Oberherrschaft über den Bondelzwartsstamm aus. Ganz abseits standen die Topnaars am unteren Swakop, die sich schließlich vor den ewigen Kriegsunruhen in die Dünen des unteren Kuiseb flüchteten und dort heute noch unter englischer Herrschaft (Walfischbai) leben. Ein Teil dieses Stammes hatte sich jedoch schon vorher abgezweigt und war die Küste entlang in das Kaokofeld gezogen, zur Zeit mit dem Hauptsitz in Zesfontein. Dahin zog auch später, um dies vorauszuschicken, gleichfalls wegen der ewigen Kriegsunruhen, der Stamm der Swartboois aus Rehoboth und nahm seinen Hauptsitz in Franzfontein. Der größte Teil dieses Stammes empörte
*) Wer mehr Einzelheiten über dieses Thema wissen will, sei auf die betreffenden Kapitel in dem trefflichen Buche von Dr. Schinz, „Deutsch-Südwestafrika" verwiesen, sowie auf das eben erschienene Werk des Missionars Irle, „Die Äereros".
Leutwein, Elf Jahre Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika. 1