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Neu-Guinea / von Maximilian Krieger. mit Beitr. von A. von Danckelman ...
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2. Die Bevölkerung.

a. Farbe und Körperbau, Aussehen, Kleidung und Schmuck.

Ebenso lückenhaft und unvollständig- wie von dem Lande sind unsere Kenntnisse von den Bewohnern des holländischen Schutz­gebietes auf Neu-Guinea. Im allgemeinen sind hier allerdings die Eingeborenen in Aussehen und Wuchs, Sitten und Gewohnheiten von einander ebenso verschieden wie überall auf der Insel. Die Hautfarbe variiert vom tiefsten Schwarz der Neger bis zum Hell­braun der Malayen; hie und da findet sich einmal ein Albino. Finsch hat an verschiedenen Stellen solche vorgefunden, und wäh­rend seines dreimonatlichen Aufenthalts auf Sekar sind Kühn ein Knabe von 10 Jahren und eine Frau von etwa 30 Jahren, beide mit rötlicher Hautfarbe, blondem Wollhaar und graublauen Augen begegnet; der Knabe war ein Sklave des Radjah, die Frau mit einem normalen Papua verheiratet, eine Freie. Man findet grosse, kernige und robuste Gestalten mit sehr schön geformten Zügen neben kleinen, zwerghaften und hässlichen Menschen, hier krauses üppiges Wollhaar, dort schlichtes.

In Aussehen und Kultur machen nach dem einstimmigen Urteil der Kenner Holländisch-Neu-Guineas die rohen und wilden Papua­stämme an der Prinzess Mariannen-Strasse den am wenigst günsti­gen Eindruck: ein hässlicher Menschenschlag, 1 ) kraushaarig, mit dunkelbrauner, oft ins Schwärzliche übergehender Hautfarbe, platter Nase und aufgeworfenen, dicken Lippen, mit weitgeöffneten Nasen­löchern und mit schwarzen, gierig blickenden Augen. Südlich von ihnen wohnt der den britischen Grenznachbarn so lästig fallende Stamm der Tugeri, die sich im Aussehen von den Bewohnern der Mariannen-Strasse merkbar unterscheiden. In der Körperfarbe variieren sie von ganz heller bis zu pechkohlenschwarzer Färbung, haben haselnussfarbene Augen und vorstehende Stirnen.

Von der Prinzess Mariannen-Strasse bis zum Utanata-Fluss haben wir eine Küstenbevölkerung vor uns mit länglichovalem Gesicht, wenig vorspringenden Backenknochen, sehr breiter, platter Nase, deren Flügel oft durchbohrt sind, mit grossem Mund, sehr dicken Lippen, künstlich zugespitzten Zähnen, sanft gewölbter, hoher Stirn, grossen Augen und stark hervortretenden Augenbrauen.

l ) Finsch, a. a. 0. S. 50ff. Waitz, Anthropologie V. S. 585.