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Neu-Guinea / von Maximilian Krieger. mit Beitr. von A. von Danckelman ...
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IX. Holländisch "Neu-Guinea.

1. Küsten- und Oberflächengestalt.

Holländisch-Neu-Guinea nimmt den gesamten Westabschnitt der Insel ein. Die Grenze nach Osten gegen die deutsch-englische Machtsphäre bildet der 141. Meridian. Mit England insbesondere ist durch die Abmachimg vom 20. Juli 1895 eine genaue Ver­einbarung bezüglich der Abgrenzung getroffen. Nach dieser be­ginnt die südliche Grenze in der Mitte der Mündung des Bensbach- Flusses auf 141° 1' 47,9 0; sie folgt diesem Meridian, bis derselbe den Fly-Fluss schneidet, geht dann im Thalweg desselben bis zum 141. Meridian aufwärts, der dann die Grenze bildet bis zu seinem Schnittpunkt mit der Grenzlinie, welche die deutschen, englischen und niederländischen Besitzungen auf der Insel von einander scheidet.

Die Küste des holländischen Teiles von Neu-Guinea von der britisch-holländischen Grenze bis zur Dourga- (Prinzess-Mariannen-) Strasse ist flach und sumpfig. Eine ganze Reihe kleiner Kriecks, darunter der Boudara- und Biminka-Bach, fliessen unmittelbar west­lich der englischen Grenze ins Meer; das einzige nennenswerte Flüss­chen ist auf dieser ganzen Strecke der Dararaska- oder Oranien- Fluss. Die Gegend ist noch wenig erforscht worden, nur die Eng­länder Bevan und Strachan haben sie in den letzten Jahrzehnten auf ihren Fahrten nach dem Nordwesten Neu-Guineas gestreift, während der holländische Leutnant Kolff sie bereits in den zwan­ziger Jahren dieses Jahrhunderts besucht hat. Der Strand ist hier und da mit Kokosnusspalmen bestanden, nur selten zeigt sich