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Deutschland in China / Rudolf Zabel
Entstehung
Seite
365
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e. Expeditionen berittener Detachements.

Die Kavallerie ist auf chinesische Truppen gestoßen. Der Überfall von Thumu.

Die Reiterei und berittene Infanterie wird auf Hsienhuafu gesandt. 75 Km in einem Tage auf Pouis. Vortrefflichkeit des chiuesischen Nach­richtendienstes. Berittene Infanterie bewährt sich. Auf Patrouillenritt.

Die chinesische Armee ist kurz vor unserer Ankunft in Hsueuhuafu abge­rückt. Chinesische Mandarinenschlauheit. Wir sind die Gäste des Taotai

von Hsienhuafu. Der Rückmarsch nach Peking. In die Mandschurei.

Fast gleichzeitig mit uns rückte in Jenking durch das Süd­thor der Zug Kavallerie ein, der bereits von Singanfu auf Patrouillenritte das Peihothal aufwärts geschickt worden war. Der Zug stand unter Oberleutnant Kirsten, dem sich der Artillerie­hauptmann von Sandrart angeschlossen hatte. Auch dieser Zug Reiter hatte ein kleines Scharmützel zu bestehen. Er erreichte den nördlichsten Punkt, den bisher ein europäisches Detachement in Petschili erreicht hatte, nämlich den Ort Tschitschönghsien, der in­mitten der nördlichsten Ausbuchtuug der alten großen Mauer gelegen ist. Von Tschitschöng aus gingen die Reiter auf steilen Gebirgs- pfaden über das Jenjanshan- und Kmgwushangebirge und erreichten die Heerstraße wieder bei Thumu. Unterwegs stießen sie bald auf eine Kamelkarawane, die von Bewaffneten begleitet war. Sie kam von Kupeikouying, das über 100 Kilometer weiter östlich an der großen Mauer liegt, und wollte nach Hsuenhuafu. Der Besitzer wurde vernommen und gab auf die Frage nach der Lutaiarmee an, daß zahlreiche chinesische Truppen von Miyün in nördlicher Richtung auf Fengming (?) marschiert seien. Letztere Stadt wird am Oberlauf des Peiho vermutet. Aus der Voraussetzung der Richtigkeit dieser Aus­sage würde also hervorgehen, daß die direkte Straße von Miyünhsien (am Zusammenfluß des Peiho und des Tschouho gelegen) nach Hsuenhuafu und weiter oben nicht über Neuling und durch das Kweihothal geht, dessen Unpassierbarkeit wir ja schließlich bei Hophu und Szehaikou selbst konstatieren konnten, sondern durch das Peihothal und weiter durch das Sungmönshuithal führt. Ein Blick auf die Richthofensche Karte veranschaulicht das. Wenn man eine ernsthafte Verfolgung des Feindes beabsichtigte, dann hätte