2. Kapitel.
Die Okkupation der Provinz j)etschili.
1. Abschnitt.
Unter deutschem Oberkommando.
Quartiersorgen. — Die Unterbringung der Truppen in Tientsin. — Die Ankunft des Oberkommandos in Tientsin. — Beschaffung von Transportmaterial. — Eine Requisition am Kaiserkanal. — Eine merkwürdige Stadtflagge. — Der schlaue Präfekt von Tsinhaihsien. — Requisitionszug ins Gelände. — Fatale Situationen. — Rückkehr auf dem Kaiserkanal.
Die Tage unseres Aufenthaltes in Tientsin gehörten mit zu denen, die man so bald nicht wieder herbeisehnt. Die kleine Fremdenniederlassung wimmelte von Truppen aller Kontingente, die Häuser der Niederlassung selbst zeigten klaffende Spuren der Beschießung; speziell in dem französischen Settlement lagen ganze Straßenzüge in Trümmern, und wer Platz zum Wohnen haben wollte, der mußte lange suchen. Mir war es durch die große Liebenswürdigkeit der beiden mit uns vom „Rhein" gelandeten Armeegeistlichen sowie insonderheit des Feld-Oberkriegsgerichtsrats Volley ermöglicht worden, in deren gemeinsamem Quartier eine Unterkunft zu bekommen. Wenngleich uns seitens der Militärverwaltung jegliches Entgegenkommen und jegliche Unterstützung zugesagt worden war, erwies sich diese Zusage doch bereits beim ersten Male, wo sie sich hätte erproben sollen, als unzuverlässig. Man hielt es niemals für nötig, für die nun einmal zur Truppe gehörigen Vertreter der Presse Quartiere mit anzuweisen; man verwies sie einfach auf sich selbst. Das warder Grundsatz, den man während des ganzen Feldzuges auf uns anwandte; wir waren absolut selbständig: „vnaeuv. pour soi,