ihren für größere Pferde berechneten Sätteln sich plötzlich unter dem Bauche ihres Ponies befanden, oder daß ein widerspenstiges Ponie den kleinen Graben absolut nicht nehmen wollte, kam mehr denn einmal vor. Ein großes Kunststück war es schon, die Ponies zum Tribünensprung zu bewegen. Verschiedene wollten durchaus nicht so gut sein, und liefen permanent um das Hindernis herum. Den Gipfel der Komik bildete nun freilich ein sich an das Ponie- rennen anschließendes Maultierrennen. Ein solches ist auf einem europäischen Rennplatz sicherlich noch nicht gelaufen worden. Das Maultier wird in China ausschließlich zum Ziehen verwendet und leistet darin ganz außerordentliches. Ich habe oft bedauert, daß sich diese nützlichen Tiere bei uns nicht importieren lassen. Denn mehr von Frömmigkeit, Ausdauer und Anspruchslosigkeit, als die chinesischen Maultiere besitzen, kann man nicht verlangen. Nun sollten diese braven Muli plötzlich ihre Rennfühigkeiten bezeugen. Einige liefen ganz gut, aber an die Einhaltung der Bahn war in den meisten Fällen nicht zu denken. Beim Tribünensprunge schon lief ein Tier in die Zuschauer hinein, und da die Tiere gewohnt sind, mit der Nase hinter dem Schwanz des Vordertieres zu laufen, so folgte dem Leitesel noch eine ganze Menge anderer Esel. Durch Stockhiebe seitens der Zuschauer wurden die edlen Renner zurück und über die Tribünenbarriere getrieben, dann erst konnten sie lostraben. Die Hälfte allerdings veranstaltete ein Rennen auf eigene Faust, dessen Ende der Stall war. Nur wenige erreichten das vorgeschriebene Ziel richtig.
<Z) Der letzte Akt der Tragödie von Pautingfu.
Das Ungewitter bricht herein. — Das Todesurteil über den Fantai ist durch den Oberkommandierenden bestätigt worden. — Die Sprengung der Städtmauern und Tempel. — Die Hinrichtung der Hauptschuldigen. — Adieu Pautingfu!
Doch nun zur Schilderung des letzten Aktes der großen Tragödie von Pautingfu. Der internationale Gerichtshof hatte sein Urteil gesprochen, die Bestrafung der Übelthäter von Pautingfu sollte er-