Druckschrift 
Deutschland in China / Rudolf Zabel
Entstehung
Seite
299
Einzelbild herunterladen
 

recht gut, doch nur auf glattem Boden. Die aus Australien stammenden Pferde haben das zum Teil sehr schwierige Gelände im Gebirge mindestens ebensogut, zum Teil besser überwunden, als die einheimischen Ponies und Maulesel. Sie übertreffen die letzteren auf die Dauer auch erheblich an Schnelligkeit.

Die chinesischen Behörden schienen zum Teil der aufständischen Bewegung Vorschub zu leisten, wie das aus dem Verhalten der Stadtverwaltung von Wanshien ersichtlich sein dürfte. Zum Teil scheinen sie den das Land durchstreifenden Räuber- und Diebes­banden wehr- und ratlos gegenüber zu stehen. Mitglieder der Stadtverwaltung von Thang baten noch am 29. Oktober früh vor dem Ausrücken des Detachements, die Thore schließen zu dürfen, um den wahrscheinlich unmittelbar nach unserem Ausrücken ein­treffenden Räuberbanden den Zutritt verwehren zu können.

Die Quartiere waren überall gut, der Gesundheitszustand trefflich.

An das Proviantamt in Pautingfu wurden abgeliefert 75 Ochsen, 260 Schafe und Ziegen, eine Tonne Reis, dreieinhalb Tonnen Pferdefutter, 10 Kilogramm Thee, 50 Kilogramm Mehl. Außer­dem wurden an Strafgeldern der Kommandantur abgeliefert iu Silber 43 große Schuhe, 5 kleine Schuhe, 315 Silberstücke, 32 ge­schlossene Pakete. Ferner in Kupfertnsch etwa 7000 Mark. Außer­dem noch 33 Pelze und 15 Decken.

o) Friedliche Bilder. Hubertustag. Ponierennen im Artillerielager. Ein Maultierrenuen.

Aber auch friedliche Bilder zeitigte das Standquartier Pautingfu. Der Hubertustag rückte heran, und infolgedessen wurden mancherlei sportliche Veranstaltungen getroffen. Da ritt man alter Gewohn­heit getreu Hubertusjagden, und im chinesischen Hause hinter dem eben kunstvoll von Soldatenhand gesetzten Backsteinofen wurde mancher Hubertustrunk genommen. Allerdings mit den Trinkverhältnissen