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Deutschland in China / Rudolf Zabel
Entstehung
Seite
214
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kam und den Zug holte; meine liebe 1. Kompagnie marschierte direkt nach Tongku. Erst am Abend gegen 6 Uhr kam ich in Tongku an. Ich ging insForeign-Hotel", das heißt ich humpelte hin, denn meine Füße waren durchgelaufen. Das erste, das ich that, war, daß ich meine langen Stiefeln auszog und nach ein Paar Pantoffeln schickte, solche waren aber in ganz Tongku nicht auf­zutreiben, daher borgte mir der Wirt ein paar Gummischuhe. Da dieser jedoch auf großem Fuße lebte, so verschwand ich ungefähr bis an die Knöchel in seinen Schuhen. Der letzte Zug nach Tientsin war mir vor der Nase weggefahren, infolgedessen mußte ich in Tongku imForeign-Hotel" logieren. Ich that dies, indem ich mir den Rock auszog, ihn um meine Beine wickelte und mich auf einer Holzbank niederstreckte, von der oben mein Kopf und unten meine Beine herunterhingen, aber ich schlief ein. Wie schön habe ich geschlafen! In demselben Raume schlief noch der Wirt, ein Kellner und ein Kosak. Die Nacht war bitterlich kalt; als ich am andern Morgen aufwachte, da hatte der Kofak mir seinen dicken kamelhärenen Mantel übergedeckt. So sind die Kosaken!

Um 6 Uhr morgens saß ich wieder im Zuge und reiste nach Tientsin zurück. Fürs Nachtquartier hat mir der Hotelier in Tongku nichts berechnet und dabei war der Mann ein Armenier!

d. Die Besetzung der Forts von Lutai und Schanhaikwan.

Zwei eisfreie Häfen. Die Besetzung von Lutai sowie der Bahnstrecke von Tongku nach Schanhaikwan durch die Russen. Ein verspätetes Ultimatum. Die internationale Kreuzerregatta nach Schanhaikwan. Die Besetzung der Forts durch die verbündeten Truppen. Zwei fremde hohe Militärs, die wie die Rohrspatzen schimpfen. Die verkannten Engländer. Endlich einmal

scharf geschossen.

Mit der Eroberung der Peitangforts befand sich die wichtige Bahnlinie Tongku-Schanhaikwan noch immer nicht vollständig in den Händen der Verbündeten. An dieser Bahnstrecke, an der u. a.