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Deutschland in China / Rudolf Zabel
Entstehung
Seite
85
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1. Kapitel.

Der eigentliche chinesische Keldzug.

1. Abschnitt.

Die Boxerbewegung.

Definition eines Boxers. Die ganze Bevölkerung war aufständisch, d. h. be­teiligte sich an der fremdenfeindlichen Bewegung. Fehler in der Behand­lung der aufständischen Bevölkerung. Die Organisation der Aufständischen. Verhältniß derBoxer" zur chinesischen Regierung. Verhältnis zum chine­sischen Militär. Die Boxer werden häufig zu gering geachtet. Ein chine­sischer Gewährsmann.

Was ist ein Boxer? Die Antwort auf diese Frage war und ist bis auf den heutigen Tag eine der schwierigsten Aufgaben, selbst für den, der leibhaftige Boxer gesehen hat. Man klagt über eine gewisse Unklarheit, die während des ganzen chinesischen Feld­zuges lähmend gewirkt hat und auch auf das gemeinschaftliche Vor­gehen der Mächte wie auf die Unternehmungen einzelner Detache- ments Einfluß hatte. Ein Hauptgrund dieser Unklarheit lag in der Unmöglichkeit, die eigentlichen Boxer zu erkennen. Zwar sagte man allgemein, daß die Boxer sich rote Fäden und gelbes Papier in die Haare flöchten und rote Schärpen trügen, daß sie sogenannte Boxertänze aufführten, daß sie behaupteten, schuß- und hiebsicher zu sein, die Gebäude der fremden Teufel mittelst eines einfachen Strickes einreißen zu können u. s. w. Einer unserer deutschen Stabs­offiziere erklärte mir sogar, als ich ihn um die Definition eines Boxers bat, manche Boxer gingen in ihrem Fanatismus so weit, auch ihre Hühner mit roten Fäden und Bändern zu schmücken. Trotzdem ist es mir sehr schwer gefallen, an dem mit roten Bändern im Schwanz herumlaufenden Federvieh den Eigentümer, d. h. den Boxer im Dorfe zu erkennen.