hatten, besonders der 13. August. Kurz uach 8 Uhr morgeus be- gauu ein heftiges Feuer der Chiueseu, die sehr rasch uud gut mit modernen Gewehren und von der Nordbrücke her mit 3 zölligen Kruppschen Kanonen schössen. Die Eingeschlossenen versuchten durch hartnäckiges Ignorieren des Feuers die Augreifer, wie in früheren Fällen auch, zum Schweigen zu bringen, doch gelang ihnen das nicht; die Chinesen feuerten und zwar mit Erfolg weiter, fanden aber offenbar nicht den Mut, zum Sturm vorzugehen. Nachmittags gegen halb 3 Uhr hörte man Geschützfeuer außerhalb Pekings, es war die anrückende Entsatzkolonne. Nunmehr begannen auch die Europäer drinnen energisch zu feuern, uud der Kampf dauerte bis tief in die Nacht hinein. Der 14. August brachte etwas Ruhe, das Schießen von draußen kam näher uud näher, und Nachmittags um 3 Uhr begrüßte man im Gesandtschaftsviertel jubelnd die ersten Inder: die Eingeschlossenen waren gerettet.
o. Kämpfe in und um Peking unmittelbar nach dem
Entsatz.
Der Entsatz von Petcmg nnd die Einnahme des Kaiserpalastes. — Der Kaiser und die Kaiserin-Witwe sind entkommen. — Der Durchzug durch die verbotene Stadt. — Säuberung der Umgegend Pekings von Boxern.
Nunmehr befand sich Peking in den Händen der Verbündeten, bis auf eine christliche Kirche, die sich nordwestlich von der kaiserlichen Stadt befand und in der sich zahlreiche chinesische Christen sowie eine kleine Abteilung Franzosen konzentriert hatten. Der Entsatz dieser kseiueu tapferen Schar rief gleichfalls noch ein heftiges Gefecht hervor; die Eroberung der Kaiserstadt selbst aber war kaum mehr eine Eroberung zu nennen. Die Thore der verbotenen Stadt wurden sofort besetzt; aber zunächst war es uicht erlaubt, diese selbst zu betreten.
Leider kamen die Eroberer um die schönste Frucht ihres Sieges: der Hof, voran die Kaiserin-Witwe und der Kaiser, hatten, angeblich erst am Tage des Einzuges der Truppen in der Stadt, den Kaiserin